Immekath l „Das hat in den vergangenen Wochen viel Arbeit gemacht“, betonte Birgit Lange, Geschäftsführerin des Wasserverbandes Klötze (WVK), bei der letzten Sitzung der alten Verbandsversammlung vor der Sommerpause. Sie erinnerte daran, dass die Umstellung der Belüftungsanlage für das Klärwerk in Immekath ursprünglich 330.000 Euro kosten sollte. Für 2019 stünden 30.000 Euro im Wirtschaftsplan und für die Jahre 2020 und 2021 jeweils 150.000 Euro. So war es beschlossen worden. Doch nun bahnt sich an, dass die Maßnahme fast doppelt so teuer werden könnte. „Ich habe mich mit einem Planer zusammengesetzt“, informierte Lange. Dabei seien neue Zahlen herausgekommen. Die WVK-Geschäftsführerin sprach von 500.000 Euro Investitions- und 100.000 Euro Planungskosten, insgesamt also 600.000 Euro. „Deshalb haben wir uns dazu entschieden, Fördermittel zu beantragen.“

Unter anderem solle ein neues Förderprogramm des sachsen-anhaltinischen Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Energie genutzt werden.

Bei 80 Prozent Förderung bleiben 183.000 Euro

Darüber könnten 50 Prozent der Kosten generiert werden. Allerdings müsse der Fördermittelantrag bis zum 30. September gestellt werden. Laut Lange sei es „ein Spagat“ gewesen, einen Planer zu finden, der das gewährleisten könne. Eine weitere Bedingung, um die Fördermittel zu bekommen, sei es, dass der Haushalt für 2020 zeitnah beschlossen wird. Dafür sei dann aber die neue Verbandsversammlung zuständig, die wahrscheinlich Anfang September zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammentritt.

Darüber hinaus solle über eine kommunale Richtlinie ein zweiter Fördertopf angezapft werden, über den die Förderung um weitere 30 Prozent aufgestockt werden könnte. In diesem Falle sei eine energetische Studie notwendig. „Ob und wie wir das hinkriegen, wissen wir noch nicht“, gab sich die WVK-Geschäftsführerin zurückhaltend.

Im besten Falle würden 80 Prozent der rund 600.000 Euro für die neue Belüftung über Fördermittel abgedeckt. „Dann blieben 183.000 Euro über“, die der Verband selbst aufzubringen hätte, wie Lange ausrechnete.

Für das Gebläse sei auch schon ein geeigneter Standort auserkoren worden, der aber nicht dem WVK gehöre. „Wir haben mehrfach versucht, mit dem Eigentümer in Verhandlungen zu treten“, sagte Lange. Endlich gebe es nun einen Ansprechpartner. Nachdem die gängigen Preise für gewerbliche Flächen erfragt worden seien, wolle der Wasserverband dem Eigentümer ein Angebot machen und sei bereit, eine einmalige Nutzungsgebühr zu entrichten. Nun müsse man abwarten. Lange brachte ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass die Verhandlungen ein gutes Ende nehmen. Wobei: „Wir würde gerne da hin, müssen aber nicht.“ Ansonsten werde einfach woanders gebaut.