Klötze l Noch steht er, der Klötzer Weihnachtsbaum. Allerdings ist die rund 17 Meter hohe Küstentanne, die Ende November vorübergehend einen Platz an der Kreuzung der Breiten-, Bahnhof- und Salzwedeler Straße fand, nicht mehr geschmückt. Die Kugeln und die Lichterkette hingen am gestrigen Freitag schon nicht mehr an den grünen Zweigen. Klar, das Weihnachtsfest ist ja auch seit einigen Tagen vorbei. In der Klötzer Lokalpolitik wirft der Frühling bereits seine Schatten voraus.

Dabei geht es wieder um das Aufstellen eines Baumes – und zwar des Klötzer Maibaumes. Dieser wurde in den vergangenen Jahren immer bei einem kleinen Fest auf dem Schulplatz aufgerichtet. 2019 fiel das Fest aus. Die Beteiligung der Bürger an den Veranstaltungen sei in den Vorjahren immer sehr gering gewesen, hatte Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Schmidt zuvor den Schritt im März im Ortschaftsrat begründet. Anschließend wurde in der Sitzung unter anderem darüber diskutiert, ob das Fest denn nicht später am Tag beginnen sollte. Denn am frühen Nachmittag hätten viele keine Zeit, daran teilzunehmen (Volksstimme berichtete).

Noch keine Details besprechen

Das war vor gut einem Dreivierteljahr. Das Thema Maibaumfest sprach in der jüngsten Sitzung des Klötzer Gremiums nun Alexander Kleine (SPD) an. „Ich möchte klar und deutlich sagen: Es ist unsere Aufgabe, ein Maibaumfest zu organisieren“, teilte er der Runde seinen Standpunkt mit. Eine solche Veranstaltung sei wichtig. Man müsse sich bei der Planung den Bedürfnissen der Einwohner anpassen. Schon frühzeitig will Alexander Kleine scheinbar Schwung in die Vorbereitungen des Festes im Jahr 2020 bringen.

Das Ortschaftsratsmitglied sprach sich dafür aus, die Kräfte der Vereine aus der Purnitzstadt zu bündeln, „um ein schönes Fest zu gestalten“. Weiterhin teilte Kleine mit, dass er bereit wäre, bei der Organisation des Maibaumfestes mitzuwirken.

„Das ist sehr schön“, zeigte sich Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Schmidt erfreut. Eine Befürwortung aus dem Ortschaftsrat sei immer da gewesen, meldete sich Christian Gebühr (SPD) zu Wort. Doch die Resonanz fehle. Am Ende seien es immer dieselben zwei Organisatoren, die das Fest auf die Beine stellten, sagte er und ergänzte, dass sich der Ortsbürgermeister manchmal hätte alleine kümmern müssen. Gebühr erinnerte, dass das Fest auch für Kinder gedacht sei. Viele Eltern müssten nachmittags, wenn die Veranstaltung beginnt, noch arbeiten. „Die können nicht um 14 Uhr mit ihren Kindern losgehen“, gab Christian Gebühr zu bedenken. Man könnte den Start auf 17 Uhr verlegen, lautete eine Idee.

Details wollte er noch nicht planen, sagte Alexander Kleine, der den Stein ins Rollen gebracht hatte. Er habe anregen wollen, Gruppen und Vereine aus Klötze ins Boot zu holen. Man könne überlegen, wer einen kurzen Draht zu welcher Gruppe habe. Hören sollte man aber auch darauf, was sich die Klötzer beim Maibaumfest wünschten, sagte Kleine.