Klötze l Zwar fand Tokio-Hotel-Drummer Gustav Schäfer gestern nicht den Weg nach Klötze. Dennoch war der Raw­food Award unter dem Motto „Home sweet Home“ ein Erfolg. Denn insgesamt gingen bei Organisatorin Kirstin Knufmann 40 Rezepte aus Deutschland, Österreich und Italien ein. 16 von ihnen wurden von den elf Jurymitgliedern zubereitet, verkostet und nach den Kriterien Geschmack, Kreativität und Umsetzbarkeit bewertet. Alles als vegane Kost. Mitte Oktober werden die Sieger und Platzierten geehrt.

„Die Mehrzahl der Rezept­einsender hatte eine süße Kindheit“, sagte die Chefin der Knufmann GmbH. Aus diesem Grund standen diesmal auch die veganen Kuchenrezepte im Mittelpunkt.

Neben dem altehrwürdigen russischen Zupfkuchen bereiteten die Jurymitglieder, zu denen neben Kirstin Knufmann der Küchendirektor des Congress Centrums Münster, Oliver Skoluda, sowie Vegankoch Björn Moschinski und der Hamburger Vegan-Magazinverleger Markus Megyeri gehören, auch einen Käsekuchen mit Wildbeeren in Aroniawolke (siehe Infokasten).

Obwohl die Erdbeerzeit schon beendet ist, bereiteten Markus Megyeri und Christine Volum einen schmackhaften Erdbeerkäsekuchen zu. Das Besondere an diesem veganen Kuchen ist, dass er über Nacht eingefroren und am anderen Tag serviert wird. Megyeri und Volum mussten gestern gestehen, dass der Kuchen noch etwas länger im Gefrierfach hätte stehen müssen. Dennoch sorgte er bei der Verkostung für reichlich Gesprächsstoff.

Wie aber auch das aufwendig zubereitete Brotzeitbrett mit Rohkost-Brezen und Cashew-Kimchi-Kugeln. Allein die Einweichzeit des Buchweizens, der Mandeln und der Cashewkerne beträgt fast 18 Stunden.

Ebenfalls eine lange Vorbereitungszeit benötigt das Naughty Breakfast für süße Morgenstunden, bestehend aus dem Zerealienduo mit Malzkakao und Solero Shake. Denn die Dörrzeit ist 18 Stunden. Das Wasser lief den Verkostern auch beim Rezepet mit den bunt gefüllten Mangoldschiffchen am blauen Mairübchenreis mit cremiger Zucchini-Hollandaise mit den roten Johannisbeeren als Beilage zusammen.