Klötze l Für das Wiederaufleben des Hofkonzertes nach mehr als einem Jahr Pause bewies Bibliotheksleiterin Iris Wienecke einen guten „Riecher“. Mit Matthias Köninger und Band hatte sie Sonntagnachmittag drei Musiker in den Hof der Stadt- und Kreisbibliothek eingeladen, die ihr Publikum in die Welt des Swings entführten und von Anfang an in den Bann zogen. Das war zum einen natürlich dem Können von Matthias Köninger (Piano, Gesang), Heinrich Römisch (Kontrabass) und Janusz Schmidt (Schlagzeug) zuzuschreiben und zum anderen den Entertainer-Qualitäten Köningers. Der stellte gleich zu Beginn klar: „Wer mit Musik von CCR oder den Stones gerechnet hat – Pech gehabt!“

Kaffee und Kuchen

„Glück gehabt“, war jedoch all denen zu sagen, die sich trotz des WM-Auftaktes der deutschen Fußballnationalmannschaft auf den Weg in die Bibliothek gemacht und dort, zuvor in aller Ruhe Kaffee und ein Stück Kuchen oder Torte geholt, an Tischen unter bunten Sonnenschirmen Platz genommen hatten. Sie erlebten einen im wahrsten Sinne des Wortes beschwingten (und beschwingenden) Sommernachmittag.

Dem überaus gelungenen Auftakt mit „Night and day“ folgten viele bekannte und Ohrwurm verdächtige Songs, darunter etwa „Kein Schwein ruft mich an“ oder „Bei mir biste scheen“. Zwischendrin gab es immer wieder Moderationen Köningers, der sich anfangs bei der Begrüßung zum Beispiel fragte, wie es richtig heißt: „Liebe Klötzerer oder Klötzer? Oder vielleicht Klötzchen? Obwohl ich Klötzchen beim Blick auf Janusz (der ja Klötzer ist, die anderen Musiker sind aus Braunschweig, d. Red.) nicht so verwenden würde.“ So war nach gerade mal fünf Minuten das Eis zwischen Musikern und Publikum vollends gebrochen.