Klötze l Sonnenschein und angenehme Temperaturen lockten in den vergangenen Frühlingstagen nach draußen. Doch was soll man im Freien unternehmen? Aufgrund der Corona-Pandemie gelten Kontaktbeschränkungen, und viele Einrichtungen bleiben geschlossen. Etwa das Klötzer Tiergehege. Und das soll mindestens bis Sonntag, 10. Mai, so bleiben, wie Klötzes Bürgermeister Uwe Bartels informierte. Zwar könnten Zoos und Tiergehege nach einer Lockerung der Corona-Eindämmungsverordnung geöffnet werden. Da sich aber ein Spielplatz auf dem Gelände in Klötze befindet, sei eine Öffnung momentan nicht möglich, hieß es zur Begründung.

Diese Entscheidung sorgt auch für Kritik in der Stadt, wie Bernd Hamann, er ist Mitglied der Fraktion „Die Linke“ im Klötzer Ortschaftsrat, sowie seine Frau Elke in einem Brief an die Volksstimme schreiben. Viele Bürger aus Klötze hätten sie angesprochen. Andere Tierparks im Land seien wieder geöffnet – trotz vorhandener Streichelzoos und Spielplätze, wie es in dem Schreiben heißt. „Warum ist das auch in Klötze nicht sofort möglich? Wir haben den Eindruck, dass den Klötzer Bürgermeister, Herrn Bartels, und den Hauptamtsleiter die Daseinsvorsorge der Klötzer und ihrer Kinder wenig interessieren“, schreiben die Verfasser.

Disziplin bewiesen

Es habe schon wochenlang Corona-Beschränkungen für Eltern und Kinder gegeben. „Und jetzt, wo sich gesetzlich die Möglichkeit zur Öffnung des Tiergeheges für alle Klötzer bietet, wird die sofortige Öffnung abgelehnt“, schreiben Bernd und Elke Hamann. Warum wird nicht mal begründet, dass die Tiergehege-Öffnung möglich wäre?, fragen sie und ergänzen: „So ist uns bekannt, dass das Tor des Streichelgeheges abschließbar ist, ein Absperrband um den Spielplatz zu befestigen, würde auch nur wenige Minuten dauern.“

Die Klötzer Großeltern, Eltern und Kinder hätten schon bewiesen, dass sie wegen Corona die Spielplätze nicht benutzen, obwohl diese nicht abgesperrt seien. „Das verlangt unserer Meinung nach deshalb auch keine Kontrolle am Tiergehegeeingang und der Besucher.“ Eltern und Großeltern müssten auf die Kinder achten.

Wenn keine Kontrollen im Tiergehege möglich sein sollten, „könnten doch die Polizei, Mitarbeiter der Stadt oder Mitglieder des Fördervereins ‚Tiergehege‘ Einflussnahme und Kontrollen durchführen. Wir sind Mitglieder im Förderverein und würden uns sofort dazu bereit erklären“, schreiben Elke und Bernd Hamann.