Klötze l „Wir lassen uns nicht kleinkriegen, auch von Corona nicht!“ Heike Nieber, seit elf Jahren Inhaberin der Gaststäte „Zur Mühle“ in Klötze, ist fest entschlossen, dem Virus und der Pandemie die Stirn zu bieten. Auch wenn sie seit November und bis auf Weiteres keine Gäste empfangen darf, hatte sie den Gastraum festlich geschmückt, „damit wenigstens ein bisschen Weihnachtsstimmung“ aufkam.

Die wohlige Atmosphäre tut ihr und ihren Mitarbeitern gut. Schließlich bieten sie freitags- und samstagsabends sowie Sonntagmittag und ab einer gewissen Anzahl auch in der Woche Speisen zum Abholen an. Die Speisekarten sind im großen Aufsteller vor dem Restaurant und auch im Internet zu finden. Außerdem habe sie in Geschäften Flyer ausgelegt. „Nachdem wir den November für einige Renovierungsarbeiten genutzt haben, haben wir seit Dezember wieder Außer-Haus-Verkauf“, erklärt Heike Nieber und freut sich, dass der von den Kunden auf Anhieb „richtig gut angenommen wurde“. Das helfe schon ein bisschen, in dieser schwierigen Zeit über die Runden zu kommen. Besser wäre es jedoch, wenn die versprochenen Novemberhilfen nicht erst im Januar kommen würden oder wenigstens schon mal Abschläge gezahlt werden würden. Kurzarbeit für die beiden fest angestellten Mitarbeiter sei eingereicht, ob sie die aber tatsächlich in Anspruch nehmen müsse, stehe noch nicht fest.

Warten auf die versprochenen Hilfen

Kurzarbeit für die beiden fest angestellten Mitarbeiter sei eingereicht, ob sie die aber tatsächlich in Anspruch nehmen müsse, stehe noch nicht fest. Eine der vielen Kunden, die sich über das Außer-Haus-Angebot freuen und davon Gebrauch machen, ist Caroline Schäfer. „Ich freue mich schon, dass es jetzt wieder Hochzeitssuppe gibt“, sagt sie.

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Auch Lars Hilmer, Inhaber des Braunschweiger Hofs in Klötze, hat seit November freitags und samstags wieder auf Außer-Haus-Verkauf umgestellt. Die Speisekarten gibt es im Schaukasten am Restauranteingang und im Internet. Kurzarbeit für die beiden fest angestellten Mitarbeiter sei eingereicht, ob sie die aber tatsächlich in Anspruch nehmen müsse, stehe noch nicht fest.

Mitarbeiter zum Teil in Kurzarbeit

Seine festangestellten Mitarbeiter hat Lars Hilmer teilweise in Kurzarbeit geschickt und beschäftigt sie stundenweise, etwa, um die dienstreisenden Hotelgäste im Gastraum mit Frühstück zu versorgen und dann abends in der Küche. Besonders Weihnachten hatten sie sehr wohl einiges zu tun bekommen. Dann galt nicht die normale Außer-Haus-, sondern eine extra Weihnachts-Speisekarte. Erste Menüwünsche von Kunden standen schon bald im Bestellbuch. „Es ist schön, dass unsere Kunden uns durch ihre Bestellungen unterstützen“, sagt Lars Hilmer.Besonders Weihnachten hatten sie sehr wohl einiges zu tun bekommen. Dann galt nicht die normale Außer-Haus-, sondern eine extra Weihnachts-Speisekarte. Erste Menüwünsche von Kunden standen schon bald im Bestellbuch. „Es ist schön, dass unsere Kunden uns durch ihre Bestellungen unterstützen“, sagt Lars Hilmer.

Bis zum 10. Januar liefe nun ersteinmal alles so eingeschränkt weiter ab, wie gefordert. Lars Hilmer: „Was danach kommt, werden wir sehen. Insgesamt ist es eine schwierige Situation, die an den Nerven zerrt.“