Klötze l Zum ersten Dienst haben sich die Mitglieder der neuen Klötzer Jugendfeuerwehr am Sonnabendmorgen im Gerätehaus der Purnitzstadt getroffen. Mit dem elfjährigen Stephan, der zehnjährigen Phoebe und der gleichaltrigen Hannah ist die Jugendwehr derzeit noch ein Trio.

Doch weitere Mitstreiter sind gern gesehen, sagte Jugendwart Tim Wesemeyer im Gespräch mit der Volksstimme. Das Mindestalter betrage zehn Jahre. Kapazitäten gebe es noch reichlich. So viele Kinder kriege man bestimmt nicht zusammen, dass man sie nicht betreuen könne, hieß es. „Wenn es mal über 20 Kinder werden, würden wir uns eher freuen, als zu sagen, dass es nichts wird“, so Wesemeyer. Vor einigen Wochen hatte die Jugendwehr zu einer Infoveranstaltung vor der Gründung eingeladen. Doch die Resonanz war überschaubar. Zwei Kinder hätten Interesse gezeigt. Zuletzt habe es vor einigen Jahren eine Jugendwehr in Klötze gegeben, so Wesemeyer.

Die Treffen sind zunächst alle drei Wochen bis zum Ende des Jahres geplant. Beim nächsten Mal, am 9. September, wird sich die Jugendwehr schon am Tag der offenen Tür, zu dem die Freiwillige Feuerwehr Klötze einlädt, beteiligen. Fahrzeug- und Gerätekunde, das Absichern einer Einsatzstelle und Erste Hilfe stehen bis Dezember auf dem Ausbildungsplan. Vieles, was gelernt wird, brauche man nicht nur in der Feuerwehr, sagte Wesemeyer. Als Beispiel nannte er die Fähigkeit, Probleme zu lösen oder mit anderen in einer Gruppe gut auszukommen. Geplant sind außerdem Ausflüge, etwa zur Rettungsstelle oder mal ins Kino.

Voll ausgestattet

Am Sonnabend erwartete die Kinder eine Besichtigung des Gerätehauses, durch das sie der Jugendwart und Betreuer Florian Paul führten. Einen längeren Halt legten sie dabei im Umkleideraum ein. Dort wurden die drei Kinder mit Jacken, Latzhosen und Helmen ausgestattet. Allerdings war es gar nicht so einfach, in den Schränken Sachen in der passenden Größe zu finden. Doch am Ende war das Trio im Feuerwehrblau gekleidet. Die Sachen müssen sie jetzt bei jedem Dienst anziehen.

Gezeigt bekamen sie ebenfalls die Einsatzzentrale im Erdgeschoss. „Das ist eine kleine Leitstelle. Bei Unwettern können wir hier etwa unsere Einsätze abarbeiten“, erklärte Florian Paul. Doch damit werde die Jugendwehr wenig zu tun haben.

Erste Ausrüstungsgegenstände vom Feuerwehrauto lernten die Kinder in der Gerätehalle kennen. Eine Absperrkette lag bereit. Auch ein gelbes Blinklicht, eine Hydraulikpumpe und ein Werkzeug zum Öffnen von Türen wurden vorgestellt. Und wenn man mal nicht weiß, welches Gerät man gerade in der Hand hält, gab es einen Tipp: „Vieles in der Feuerwehr ist beschriftet.“

Am Ende hieß es dann noch „Wasser marsch!“, als mit dem Schlauch gespritzt wurde. Auf die Frage, wie der erste Tag bei der Feuerwehr denn war, antworteten die drei mit strahlenden Gesichtern: „Schön.“