Klötze l Pflanzen mit schönen Blüten erfreuen die Menschen. Man denkt vielleicht an Gärten und Parkanlagen. Aber auch an anderen Standorten werden wir fündig. Dazu gehören auch Wegränder und Chausseegräben. Da blüht allerlei, aber eine Pflanze ist besonders auffällig – die Sigmarswurz (Malva alcea). Es ist ein sommergrünes und ausdauerndes Gewächs, das eine Höhe von über einem Meter erreichen kann. Besonders ins Auge fallen die radiären, rosafarbenen, fünfzähligen Blüten, die einen Durchmesser von fünf bis sieben Zentimetern erreichen. Sie ähneln mit diesem Blütenaufbau durchaus den Rosengewächsen. Das führte dann auch zu der Bezeichnung Rosenmalve.

Die Sigmarswurz gehört zur Pflanzenfamilie Malvengewächse. Diese Pflanzenfamilie ist sehr artenreich. Bekannte Gartenpflanzen wie die Stockrosen oder Hibiscussträucher gehören dazu. Auch weltweit bekannte Arten wie der Kakaobaum oder der Baumwollstrauch sind Beispiele für diese Planzenfamilie.

Pflanze ist nicht gefährdet

Die Sigmarswurz blüht von Juni bis September. Sie verfügt über tief handförmig geteilte Laubblätter, die mit anliegenden Sternhaaren bedeckt sind. Als Besonderheit, das gilt für alle Malvengewächse, sind die vielen Staubblätter röhrig verwachsen und umgeben den Stempel.

Es darf davon ausgegangen werden, dass die Sigmarswurz schon vor längerer Zeit aus dem Mittelmeerraum nach Europa gelangte. Sie bevorzugt frische Ruderalstellen wie Wegränder, Chausseegräben und Böschungen. Sie ist nicht gefährdet und ungeschützt. Früher wurde sie wegen des hohen Schleimgehaltes in der Volksmedizin zur Bekämpfung von Erkältungskrankheiten eingesetzt.

Die Vorkommen in der Altmark sind zerstreut. An Weg- und Chausseerändern fällt sie zur Blütezeit auf jeden Fall auf. Zwischen Püggen und Siedenlangenbeck gewinnt man den Eindruck einer Schaupflanzung. Auch zwischen Klötze und Bandau war ein Exemplar zu bestaunen, aber am nächsten Tag verschwunden. Vielleicht wurde es dann noch in einer Vase bewundert.