Problem

Neu Bauplätze in der Einheitsgemeinde Klötze sind noch nicht vergeben

Zwei neue Gebiete für Eigenheime gibt es in der Klötzer Kernstadt. Doch warum wurde dort bislang noch nicht gebaut? Und wie läuft die Vergabe der Plätze ab? Diese Fragen kamen während der Sitzung des Hauptausschusses auf. Nicht jede Antwort war dabei für die Ohren der Öffentlichkeit bestimmt.

Von Tobias Roitsch
Noch nicht gebaut wurde in dem neuen Gebiet an der Salzwedeler Straße in Klötze. Ein Zaun versperrt die Zufahrt zur Stichstraße.
Noch nicht gebaut wurde in dem neuen Gebiet an der Salzwedeler Straße in Klötze. Ein Zaun versperrt die Zufahrt zur Stichstraße. Foto: Tobias Roitsch

Klötze - Ihre Namen haben die Stichstraßen in den beiden neuen Klötzer Baugebieten bereits erhalten. Während der Sitzung im April hatten die Mitglieder des Klötzer Stadtrates beschlossen, dass der Weg im Bereich der Salzwedeler Straße künftig „Bleiche“ heißen soll. Die zweite neue Straße, die in das Baugebiet auf dem Gelände der ehemaligen Kinderkombination an der Wasserfahrt führt, trägt nun den Namen „An den Mergelkuhlen“. Es handelte sich um Vorschläge des Klötzer Ortschaftsrates, dessen Mitglieder zuvor ausführlich über verschiedene Ideen zur Benennung diskutiert hatten. Was in den Gebieten noch fehlt, sind die Eigenheime.

Wobau kümmert sichum Vermarktung

Aufgefallen ist das auch Joachim Klabis (Die Linke). Während der jüngsten Sitzung des Klötzer Hauptausschusses fragte das Mitglied des Gremiums, warum die erschlossenen Bauplätze bislang noch nicht vergeben sind. Schließlich würden doch viele junge Familien nach Grundstücken suchen, sagte er. „Es passiert nichts“, fasste Klabis seinen Eindruck zusammen, dass die Plätze nicht vergeben sind, finde er nicht in Ordnung.

Außerdem interessierte Klabis, wie sich die Quadratmeter-Preise gestalten und wer für die Vergabe der Plätze verantwortlich ist. Passiere das nach „Gutdünken„? Über den Stand der Dinge informierte der Sachgebietsleiter im Klötzer Bauamt, Gordon Strathausen. Er erinnerte daran, dass das Gebiet an der Salzwedeler Straße ja über die Klötzer Wohnungsbaugesellschaft (Wobau), eine Tochterfirma der Stadt, vermarktet werden soll. Weitere Informationen sollte es dazu im nichtöffentlichen Teil der Sitzung geben, wie es hieß. Im Gebiet an der Wasserfahrt seien noch einige Arbeiten zu erledigen, so Strathausen. Auch müssten die Kosten für den Bau der Stichstraße zusammengefasst werden. Später solle dann die Vermarktung erfolgen.

Mehr Bewerber als freie Plätze

Es gebe doch mehr bauwillige Bewerber als freie Plätze, hakte Joachim Klabis erneut nach. Wie wird dann verfahren?, wollte er wissen. Schließlich ergriff der stellvertretende Klötzer Einheitsgemeinde-Bürgermeister Matthias Reps das Wort und erklärte ebenfalls, dass es zur Vergabe durch die Wobau später Auskünfte geben werde. Und das andere Baugebiet sei noch nicht fertig und könne nicht vermarktet werden, stellte Matthias Reps fest und setzte damit einen Strich unter das Thema.