Straßensanierung

Nichts geht mehr auf der komplett gesperrten Ortsdurchfahrt in Winterfeld

Seit Montagnachmittag ist die B 71 in Winterfeld dicht. Wegen mehrmonatiger Straßenbauarbeiten müssen Autofahrer auf Umleitungsstrecken ausweichen. Lediglich der Abzweig nach Apenburg ist noch frei.

Von Walter Mogk
Seit Montagnachmittag ist die Ortsdurchfahrt Winterfeld ab der Kreuzung Schulstraße/Achterstraße wegen der geplanten Straßenbauarbeiten voll gesperrt.
Seit Montagnachmittag ist die Ortsdurchfahrt Winterfeld ab der Kreuzung Schulstraße/Achterstraße wegen der geplanten Straßenbauarbeiten voll gesperrt. Foto: Walter Mogk

Winterfeld - Montagvormittag rollte der Verkehr noch über die Bundesstraße 71 durch Winterfeld, obwohl die Absperrbaken und Schilder schon drohend am Fahrbahnrand standen. Am Nachmittag machten die Arbeiter der mit der Sanierung der Ortsdurchfahrt beauftragten Salzwedeler Baufirma dann ernst und sperrten den ersten Bauabschnitt, der von der Kreuzung Schulstaße/Achterstraße bis zum Abzweig der Lindenstraße reicht.

Zu merken sind die Auswirkungen der Vollsperrung vor allem auf der Umleitungsstrecke für den Lkw-Verkehr, die aus Richtung Magdeburg kommend über Cheinitz, Apenburg und Beetzendorf nach Rohrberg und weiter auf der B 248 bis nach Salzwedel führt. Ein Laster nach dem anderen, viele davon mit ausländischen Kennzeichen, wälzte sich über die Landesstraße 11 mit ihren engen Durchfahrten in Apenburg, Siedengrieben und Beetzendorf. Vor der 90-Grad-Kurve in Siedengrieben wurde extra eine Ampel aufgestellt, um gefährliche Situationen zu verhindern.

Begegnungsverkehr durch überregionale Brummis ist zumindest auf dem Papier ausgeschlossen. Schließlich führt die Umleitungsstrecke in der Gegenrichtung von Salzwedel aus über Rohrberg, Beetzendorf, Klötze, Schwiesau und Zichtau zurück auf die B 71. Pkw-Fahrer haben es dagegen etwas einfacher. Sie können in Cheinitz abfahren und erreichen über Zethlingen, Badel, Zierau, Jeggeleben und Sallenthin wieder die Bundesstraße, ebenso in umgekehrter Richtung.

Wer von Winterfeld in Richtung Apenburg fahren will, kann weiter durch die Schulstraße fahren. Der Kreuzungsbereich gehört nicht zum ersten Bauabschnitt, der bis Anfang September grundhaft saniert werden soll. Ein Ausweichen auf vermeintliche Schleichwege im Ort ist nicht möglich, da dort eine extra installierte Schranke die Weiterfahrt versperrt. Sie kann nur von den Fahrern der Linienbusse geöffnet werden, die diese Strecke als einzige weiter benutzen dürfen.

Geplant ist im ersten Bauabschnitt die Erneuerung der Asphaltschichten, Gossen und Straßenabläufe. Dazu sollen die Pflasterflächen der Bushaltestellen und Parkstreifen neu profiliert werden. Das alte Straßenpflaster unter der vorhandenen Fahrbahndecke kommt raus und wird durch eine neue Frostschutzschicht ersetzt. Nach den Sommerferien startet dann der zweite Bauabschnitt von der Kreuzung Lindenstraße/Im Winkel bis zum Ortsausgang in Richtung Mahlsdorf. Auch hier wird grundhaft ausgebaut und anschließend noch die gesamte Asphaltdeckschicht bis zur Kreuzung nach Baars und Sallenthin abgefräst und erneuert.

Für den dritten und letzten Bauabschnitt, das Reststück der Ortsdurchfahrt bis zum Ortsausgang in Richtung Cheinitz, ist eine halbseitige Sperrung mit Ampelverkehr vorgesehen. Laut Zeitplan ist dies vom 8. Oktober bis 5. November der Fall. Wer dann aus Richtung Magdeburg kommt, kann durch Winterfeld fahren, der Gegenverkehr wird über Apenburg und Cheinitz umgeleitet.

In die Sanierungsarbeiten an dem knapp zwei Kilometer langen Abschnitt der Bundesstraße 71 investiert das Land Sachsen-Anhalt als Baulastträger fast 850.000 Euro. „Nach Abschluss profitieren alle vom neuen Fahrbahnbelag, der unter anderem für weniger Lärm im Ort sorgen wird“, betonte Landesverkehrsminister Thomas Webel vor dem Baustart.