Lockstedt l Sollten zusätzliche Bestattungsformen auf den kommunalen Friedhöfen in der Einheitsgemeinde Stadt Klötze angeboten werden? Über diese Frage wird seit einiger Zeit in den einzelnen Ortschaftsräten diskutiert. Für eine Erweiterung bei den Auswahlmöglichkeiten wäre eine Änderung der städtischen Friedhofssatzung nötig. Einige der Gremien haben dazu in den vergangenen Wochen bereits Position bezogen, jüngst nun auch die Mitglieder des Neuendorfer Ortschaftsrates.

Man stimme prinzipiell zu, dass die Friedhofssatzung geändert werden soll, um zusätzliche Bestattungsformen zuzulassen, so der Beschluss, dem die Ratsmitglieder nach kurzer Diskussion zustimmten.

Nur ein Friedhof betroffen

Als sie in den Tagesordnungspunkt einleitete, blickte die Neuendorfer Ortsbürgermeisterin Domenica Borm noch einmal auf die Vorgeschichte des Themas zurück. Sie erinnerte daran, dass sich der Klötzer Stadtrat vor einiger Zeit mit einem Antrag aus Steimke befasste. Dort sollte auch auf anonymen Urnen-Feldern an die Verstorbenen erinnert werden. Gerade, wenn es keine Angehörigen gebe, die sich um die Pflege eines Grabes kümmern können, würden weniger aufwendige Bestattungsformen gewählt, wie es hieß. In der Ortschaft Neuendorf, zu der vier Dörfer gehören, würde eine Änderung der Satzung nur den Siedentrammer Friedhof betreffen. Alle anderen seien in kirchlicher Hand, sagte Borm.

Keinen Bedarf für neue Bestattungsformen sehe Hans-Werner Ullrich, wie er in der Diskussion sagte. Als Gremium würde man eine Empfehlung geben, entgegnete Borm, die Satzung würde angepasst. „Keiner kann sagen, wo der Trend hingeht. Sonst müsste man die Satzung in zehn Jahren wieder anfassen“, fuhr sie fort. Sie sei für eine Änderung und erachte es als sinnvoll, den Weg für Neues freizumachen.