Schwiesau l Für Gesprächsstoff sorgt derzeit immer wieder der geplante Ausbau des schnellen Internets in der Region rund um Klötze durch den Zweckverband Breitband Altmark (ZBA). In ihrer jüngsten Sitzung beschäftigten sich die Mitglieder des Schwiesauer Ortschaftsrates nun mit dem Thema. Dabei wurde Unverständnis darüber geäußert, dass längst nicht alle Haushalte in dem Dorf profitieren können. Denn auch wie in anderen Orten gibt es schwarze Flecken, die nicht gefördert werden können. In den Abschnitten in Schwiesau, die für einen Anschluss an das Glasfasernetz infrage kommen, hatte Ortsbürgermeister Helmut Fuchs Einladungen zu einer Informationsveranstaltung des ZBA in Wiepke an die jeweiligen Haushalte verteilt, wie er nun berichtete.

Ein Einwohner meldete sich bei der Sitzung zu Wort und sagte, dass er ebenfalls gern einen Anschluss an das Netz wolle, wenn er ihm angeboten würde. Doch Fuchs betonte, dass nur Haushalte angeschlossen würden, die auch förderfähig seien. Ein Großteil davon müsste sich dafür entscheiden, damit das Projekt umgesetzt wird. Darauf habe der Ortschaftsrat keinen Einfluss, so Fuchs. Er betonte, dass er dafür sei, dass alle Einwohner in Schwiesau schnelles Internet bekommen könnten.

Wann sind es genug?

Im Grundgesetz stehe, dass alle Menschen gleich seien, doch manche seien gleicher als andere, war aus der Runde mit Blick auf die förderfähigen Bereiche für den Ausbau des Netzes in Schwiesau zu hören. So etwas könne es nicht geben, sagte Ratsherr Manfred Hille, immerhin sei es doch eine öffentliche Angelegenheit. Und woher soll man eigentlich wissen, ob es genügend Interessenten im Ort gibt, damit der Ausbau auch erfolgt, stellte Ratsherr Gerhard Glaue als Frage in den Raum.