Kusey l Soll die neue Kita in Kusey an der Grundschule oder auf dem alten Sportplatz gebaut werden? Über diese Frage wurde viele Monate lang immer wieder im städtischen Hauptausschuss und im Klötzer Stadtrat diskutiert. Es gab Vor-Ort-Termine, die Vor- und Nachteile der Standorte wurden aufgelistet, doch eine Einigung schien nicht in Sicht. Im August 2018 kam dann wieder Schwung in die Angelegenheit, nachdem wochenlang Schweigen zu dem Thema herrschte. Die Standortfrage schien plötzlich geklärt zu sein. Der alte Sportplatz machte das Rennen, die Mitglieder des Stadtrates beschlossen in der jüngsten Sitzung den Bebauungsplan für den Neubau.

Wünsche eingearbeitet

Im Sommer habe sich eine interfraktionelle Arbeitsgruppe gebildet, die gemeinsam nach einer Lösung suchen sollte und sich schließlich auf den alten Sportplatz als Standort verständigt habe, wie bei der Stadtratssitzung mitgeteilt wurde. „Es freut mich, dass es so ausgegangen ist“, sagte Kuseys Ortsbürgermeister Klaus Vohs während der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates. In seinem Bericht hatte er das Thema Kita-Neubau angesprochen. Mitgebracht hatte er dafür auch Pläne, wie das Gebäude mal aussehen könnte. Diese wurden in der Runde verteilt. Bei einem ersten Entwurf sei noch ein 48 Meter langes Gebäude geplant gewesen, das an den Enden 24 Meter breit sein sollte, blickte Vohs zurück.

Jetzt sehen die Zahlen anders aus: 64 Meter soll die Länge der neuen Kita betragen. In der Mitte werde der Haupteingang herausgezogen. Dort betrage die Breite des Gebäudes 24 Meter. Jeweils drei Räume für den Kindergarten und die Krippe sollen zur Verfügung stehen. Von den Gruppenräumen sollen Türen nach draußen ins Freie führen, sodass die Kinder ohne Umwege an die frische Luft gelangen könnten. „Es sind schon alle Wünsche vom Kindergarten-Team eingearbeitet“, sagte Vohs mit Blick auf die Pläne. „Ich denke, dass wird ein tolles Teil“, fuhr er fort.

Neuer Sportplatz

Ein Stendaler Architektenbüro, das auch schon die neue Kita in Jävenitz geplant habe, sei für das Projekt verantwortlich. Ein Problem sei derzeit die Gestaltung der Parkplätze. Vor der neuen Kita stünde dafür nur eine rund 15 Meter breite Fläche zur Verfügung. Vielleicht könnten ja Stellflächen im Bereich des ehemaligen Schulgartens entstehen, nannte Klaus Vohs eine Möglichkeit. Für den Bau der Kita benötigte Flächen würden übrigens von der Stadt gekauft werden, das sei alles amtlich.

Die Wahl des alten Sportplatzes als Standort habe auch Folgen für die örtliche Grundschule, wie es weiter hieß. Diese müsse eine neue Sportstätte kriegen. Auf dem alten Platz befindet sich nämlich unter anderem noch die Sprunggrube. Vor zwei bis drei Jahren seien bereits Varianten für einen neuen Sportplatz diskutiert worden. Die 50-Meter-Bahn könnte hinter der Turnhalle eingerichtet werden, die Sprunggrube im Bereich des früheren Schwimmbades. „Wichtig für mich ist, dass der Spielplatz für die Grundschule erhalten bleibt“, sagte Vohs. Nachmittags und an den Wochenenden würde dieser auch von den Kindern im Ort genutzt. Wäre die neue Kita an der Grundschule errichtet worden, hätte der Spielplatz wohl weichen müssen. Überhaupt wäre diese Variante für die 70 Grundschüler mit Schwierigkeiten verbunden gewesen, war sich Vohs sicher.