Wehrleiter Hagen Feniuk kritisierte abgesagte Lehrgänge und fehlende Information

Starke Nachwuchstruppe und viele Aktive in der Weddendorfer Feuerwehr

Von Gundi Neuschulz

In der Weddendorfer Feuerwehr sind derzeit 38Männer und Frauen aktiv, die Jugendwehr zählt 14 Mitglieder. Um den Bestand der Wehr müssen sich die Weddendorfer auch nach der Bestandsaufnahme der Stadt keine Sorgen machen.

Weddendorf l Zwei Einsätze hatten die Kameraden der Weddendorfer Feuerwehr im vergangenen Jahr zu absolvieren, zog Wehrleiter Hagen Feniuk Bilanz. Der erste Einsatz sei allen noch gut in Erinnerung. Das Osterfeuer der Weddendorfer war von Unbekannten vorzeitig angezündet worden und wurde von den Weddendorfer Kameraden gemeinsam mit der Oebisfelder Wehr gelöscht. Beim Osterfeuer einige Tage später sorgte das dann noch feuchte Holz für starke Rauchentwicklung. Der Tipp von Ordnungsamtsleiter Detlef Meyer dazu: "Sollte das nochmal vorkommen, lasst es kontrolliert abbrennen. Material für ein Osterfeuer kriegt man dann noch irgendwie besorgt."

Der zweite Einsatz der Wehr im Mai war nötig, weil es in einer Weddendorfer Waschküche aufgrund eines technischen Defektes zum Brand gekommen war. Der Nachbar konnte es bereits vor Eintreffen der Wehr löschen. "Wegen der starken Rauchentwicklung waren aber einige Kameraden dann mit Atemschutzgeräten noch reingegangen, zur Kontrolle", so der Wehrleiter. 16 Kameraden waren bei diesem Einsatz dabei. Beide Einsätze erfolgten am frühen Abend, so dass viele Kameraden schon von der Arbeit wieder zu Hause gewesen seien, berichtete Feniuk.

Im vergangenen Jahr hatten 17 Dienstabende stattgefunden. Sie wurden zum einen genutzt, um Stiche und Knoten für die praktische Anwendung zu üben, zum anderen ging es um die Atemschutzdokumentation. Neu war im vergangenen Jahr die Einführung der digitalen Handsprechfunkgeräte. "Die Einweisung hatte Kamerad Rust von der Oebisfelder Wehr übernommen, dem wir herzlich danken", sagte Feniuk. Während der Dienstabende wurden außerdem die Geräte und die persönlichen Schutzausrüstungen überprüft und verschiedene Themen für die Ausbildung durchgearbeitet. Auf Standortebene hätten auch Erste-Hilfe-Kurse stattgefunden. Die Grundausbildung an sechs Wochenenden haben Michaela Patze, Andrea Grothe und Anja Stautmeister erfolgreich absolviert. Hagen Feniuk und René Grothe absolvierten einige Lehrgänge an der Brand- und Katastrophenschutzschule Heyrothsberge. Als Resultat der guten Ausbildung insgesamt konnte Benjamin Salge zum Hauptfeuerwehrmann und René Grothe zum Brandmeister befördert werden.

Im Frühjahr und Herbst wurden die neun Feuerlöschbrunnen überprüft und abgepumpt. Bei der Winterfestmachung seien die Unterflurhydranten auch auf Sauberkeit überprüft worden. Dabei sei festgestellt worden, so der Wehrleiter, dass der Unterflurhydrant an der Niendorfer Schranke nicht mehr vorhanden sei. Eine Information darüber habe die Feuerwehr nicht erhalten.

Kritisiert wurde vom Wehrleiter auch, dass einige Lehrgänge entweder mangels Anmeldungen oder wegen fehlender Ausbilder ausgefallen waren.