Nach mehreren erfolglosen Versuchen

Storchenpaar brütet erstmals in Klötze

Von Siegmar Riedel

Klötze. Passanten staunen nicht schlecht: Auf einem etwas versteckten Schornstein an der Salzwedeler Straße (Höhe Einmündung Mittelstraße) in Klötze brütet ein Storchenpaar. Manchmal ist das Klappern der Schnäbel zwar laut zu hören, die Adebare sind aber meist nur schwer zu sehen.

Die "Adebars" kommen seit acht Jahren

Gundula Bromann, sie wohnt in direkter Nachbarschaft zum Storchenhorst, hat von ihrem Hof aus jedoch eine bessere Sicht: Erst lugte am Freitag ein weißer Kopf über den Rand des Nestes, dann zeigte sich der Storch in seiner ganzen Pracht und räumte das Nest um die Eier herum auf, ein etwas verspäteter Frühjahrsputz sozusagen.

Wie viele Eier die großen Vögel ausbrüten, kann derzeit auch Gundula Bromann nicht sagen. Auch sie kann nicht in den Horst blicken. "Seit rund acht Jahren kommt das Storchenpaar zu dem Nest, manchmal war es auch nur einer", erinnert sich ihre Nachbarin. "Doch erfolgreich gebrütet haben die Störche hier noch nicht."

Zank und Sturm verhinderten Brut

Mal stritten die beiden Vögel nur miteinander, in einem anderen Jahr verhinderte starker Sturm das Brutgeschäft. Deshalb freut sich Gundula Bromann, dass es in diesem Jahr zum ersten Mal erfolgversprechender aussieht. "Mitte April, kam der erste Storch, kurz danach der zweite", erzählt sie. "Anfang Mai haben sie mit dem Brüten begonnen."

Beide Störche wechseln sich immer ab beim Brüten: Kommt der eine Adebar mit Futter zurück, fliegt der andere auf die Suche nach Kleingetier. Gundula Bromann hat inzwischen auch die Naturparkverwaltung über das Brutgeschäft des Storchenpaares informiert.

Sie hofft nun, wie viele andere Klötzer auch, dass in diesem Jahr erstmals Jungstörche aus den Eiern schlüpfen.