Beetzendorf l Nun also doch: Der Ausbau der Beetzendorfer Lindenstraße beginnt später. Eigentlich sollte es am 8. Juli 2019 losgehen. Dann war von einer Verschiebung um eine Woche die Rede. Jetzt steht als Baubeginn der 1. August fest. Darüber informierten die Landesstraßenbaubehörde (LSBB), der Planer und die beauftragte Baufirma am Dienstag die Anlieger.

Klar ist damit auch, dass die 287 Meter lange Verbindung nicht wie geplant bis Weihnachten fertig wird. „Anvisierter Fertigstellungstermin ist jetzt der 31. Dezember“, kündigte Frank Weigel, Fachbereichsleiter Straßenbau des Regionalbereichs Nord der LSBB, an. Knackpunkt könnte das Wetter werden. Denn bei möglichem Frost müssten die Arbeiten ruhen. „Dann bekommen wir eine Winterbaustelle, die aber zumindest befahrbar gemacht wird“, versicherte Weigel.

Vollsperrung

Ines Flechtner, die mit ihrem Mann Peter die Bäckerei an der Lindenstraße betreibt und Anlieferungsschwierigkeiten während der Bauphase befürchtet, wollte wissen, warum nicht erst ab 1. März gebaut wird, wenn das Wetter besser ist. „Wegen der Fördermittel“, erklärte Bauamts-Mitarbeiterin Anke Schreiber. „Die Baumaßnahme muss in diesem Jahr begonnen und die ersten Gelder abgerufen werden.“

Während der gesamten Bauphase wird der betroffene Lindenstraßen-Abschnitt für den Verkehr voll gesperrt. Lediglich Fußgänger und Radfahrer können auf dem Gehweg, der sich auf der Bäckerseite befindet und nicht angefasst wird, die Baustelle passieren. Für den überörtlichen Durchgangsverkehr, insbesondere für Lkw, erfolgt eine großräumige Umleitung über Klötze, Brüchau, Cheinitz und Apenburg.

Bahnübergang außen vor

Die innerörtliche Umleitung soll über die Goethestraße und den Marschweg zur Ladestraße am Bahnhof führen. „Die haben wir bis Jahresende von der Bahn gemietet und können sie nutzen“, erklärte Frank Weigel. Über die Ladestraße und die Bahnhofstraße wird die Lindenstraße am Bahnübergang erreicht. Das letzte Stück an der Einmündung der Bahnhofstraße bleibt zunächst befahrbar. „Wir beginnen mit dem Ausbau an der Jeetzebrücke und arbeiten uns vor. Den letzten kniffligen Abschnitt nehmen wir uns bis Jahresende vor“, erläuterte Bauleiterin Anjelina Niegebar. Fest steht allerdings: Der Bahnübergang selbst wird nicht erneuert. „Das wollten wir zwar, haben aber bis heute keine positive Rückmeldung von der Deutschen Regionaleisenbahn, dass sie mitzieht“, so Frank Weigel.

Keine Auswirkungen hat der Straßenbau auf den Busverkehr. Busse sollen die Umleitungsstrecke nutzen dürfen. Auch die Haltestellen im Ort verändern sich nicht.