Steimke l Der schlechte Zustand des Altneuferchauer Weges in Steimke bereitet den Anliegern schon seit einiger Zeit ziemliche Kopfschmerzen. Bei der Sitzung des Ortschaftsrates am 26. April 2018 wiesen die verärgerten Einwohner aber auch auf den landwirtschaftlichen Verkehr und die rasenden Fahrzeuge hin. Gefordert wurde sowohl eine Tonnage- als auch eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Vor allem ging es bei der Zusammenkunft aber um das Problem mit dem Oberflächenwasser, das die abschüssige Straße insbesondere bei Unwettern regelrecht hinunterschießt und den unbefestigten Seitenbereich ausspült. „Das führt zu einer Verkehrsgefährdung, der bauliche Zustand ist nicht optimal“, stellte der städtische Ordnungsamtsleiter Ulf Dittfach damals fest.

Um die Lage in den Griff zu bekommen, stellte er drei Möglichkeiten vor. Erstens: Eine notdürftige Reparatur. Zweitens: Eine vollumfängliche Maßnahme mit Errichtung eines Gehweges und Bau eines Regenwasserkanals für 255.000 Euro, wobei sich die Anlieger über Beiträge an den Kosten beteiligen müssten. Und drittens: Eine Profilierung des Seitenbereiches mit dreifacher Beschichtung, bei der das Oberflächenwasser an einer Stelle aufgefangen wird. Diese Variante, so erklärte Dittfach, halte fünf bis zehn Jahre und koste zwischen 10.000 und 12.000 Euro, wobei dieser Betrag von der Stadt Klötze übernommen werde. Am Ende der Sitzung votierte die klare Mehrheit der Anwesenden für diese dritte Option.

Wasser wird aufgefangen

Gleichzeitig sei der Verwaltung damit der Auftrag erteilt worden, alles Weitere in die Wege zu leiten, wie Dittfach im Gespräch mit der Volksstimme bestätigte. „Der Auftrag zur Profilierung des Altneuferchauer Weges ist Ende Juni erteilt worden“, gab er bekannt. Schon ab dem 16. Juli 2018 solle die Maßnahme beginnen. Dabei würde der Seitenbereich verfestigt und das Oberflächenwasser kanalisiert, um es schließlich in das Kanalsystem leiten zu können. Dittfach gebrauchte in diesem Zusammenhang den Begriff „Tränkung“ und informierte, dass die Arbeiten bis Ende August beendet sein sollen.

Außerdem bestätigte der Ordnungsamtsleiter, dass die Stadt Klötze für die Kosten aufkommen werde. Denn: „Es handelt sich um eine Straßenunterhaltung.“ Gleichwohl stellte er klar, dass diese dritte Variante nicht ewig ihren Zweck erfüllen werde und lediglich einen Kompromiss darstelle. Und zwar auch deshalb, weil der Neubau eines Regenwasserkanals „zu kostenintensiv“ wäre. Allerdings: „Die Profilierung ist sicher nicht die Ideallösung. Was die Haltbarkeit angeht, wollen wir keine zu große Erwartungshaltung schüren.“ Dessen, so betonte Dittfach, sollte man sich bewusst sein. Irgendwann müsste das Problem daher grundsätzlich angegangen werden, woran alle ein Interesse haben sollten.