Kunrau l Graue Wolken und einige Regenschauer hin oder her – die Junge Gemeinschaft Altmark (JGA) stellte am Sonnabend in Kunrau einen kunterbunten Tag auf die Beine. Unter dem Titel „Familienfetzt“ wurde kleinen und großen Besuchern rund um den Kreativhof in der Alten Bahnhofstraße viel geboten.

„Im Vorjahr war es ein großer Erfolg, deshalb haben wir es nochmal gemacht“, sagte Verena Treichel von der JGA. Der Verein hat sich der Förderung der musisch-kulturellen Vielfalt in der Altmark verschrieben. „Wir wollen zeigen, was es in der Region gibt.“

Gesagt, getan: Die Besucher konnten sich über ein facettenreiches Fest freuen, an dem sich viele beteiligten. Zum Beispiel der Klötzer Karnevalsverein, der mit Kindern und Erwachsenen einen Tanz einübte, um dann später einen Tanz-Flashmob zu veranstalten. Die Kunrauer Jugendfeuerwehr und die aktiven Brandbekämpfer hatten eine Schaukel aus feuerwehrtechnischen Geräten aufgebaut, außerdem sorgten sie mit einem Wasserspiel für Spaß. Der Förderverein der Steimker Feuerwehr stellte eine Hüpfburg auf, und der Steimker Spielmannszug lud zum Instrumentenbau ein. Außerdem hatte das Team der Evangelischen Familienbildungsstätte (EFA) Riesenseifenblasen mitgebracht. Der Naturpark Drömling präsentierte sich ebenfalls mit einem Stand, und auch der Klötzer Jugendclub Corner beteiligte sich am Fest. Es gab eine Bastelstraße, einen Nähzirkus und noch vieles mehr.

Gleichzeitig hatte auch der Kreativhof im Rahmen des „Wagen & Winnen“-Festivals geöffnet. Bei den Ausrichtern, der JGA, die mit Pavillonzelten gegen Regen vorgesorgt hatten, konnten Kinder Luftballons mit ihren Wünschen versehen und Beutel bemalen.

Meinungen geäußert

Fast 50 Kinder verfolgten dann die Aufführung des Kindertheaterstückes „Irgendwie Anders“ nach dem Kinderbuch von Kathryn Cave und Chris Riddell in der Scheune. Treichel: „Der Schauspieler und wir waren sehr zufrieden, vor allem, weil die Kinder das Thema gut mitgenommen haben.“ Als die Hauptfigur traurig gesagt habe, dass sie alleine sei und keine Freunde hätte, „sprang ein kleiner Junge auf und rief: ,Ich kann dein Freund sein‘“, schilderte Treichel.

Zwischenzeitlich besserte sich auch das Wetter, so dass einem guten Verlauf des Familienfetzt-Festes nichts mehr im Wege stand. An einer Zeltwand konnten die Besucher auf Memozetteln ihre Meinung zu der Veranstaltung hinterlassen. „Ganz toll für Kids“, war dort zum Beispiel zu lesen. Und gleich mehrfach der Wunsch: „Nächstes Jahr wieder!“