Beetzendorf l Der Beginn der Vollsperrung der Beetzendorfer Lindenstraße naht. Ab Donnerstag soll der Abschnitt von der Jeetze-Brücke bis zur Einmündung der Bahnhofstraße kurz vor dem Bahnübergang nicht mehr befahren werden können, weil der langersehnte Straßenausbau startet. Während der Durchfahrtsverkehr weiträumig um Beetzendorf herumgeleitet wird, können Ortsansässige eine Ausweichstrecke über die Goethestraße, den Marschweg und die ehemalige Ladestraße benutzen. Besonders im ersten Teil, am ehemaligen Forsthof, präsentiert sich die Verbindung jedoch in einem desolaten Zustand.

Zahlreiche Löcher und Unebenheiten machen die Passage für Autofahrer zu einer mühsamen Holperei. Dazu kommen die zwei engen, unübersichtlichen Kurven, hinter dem Arboretum und an der alten Brücke. „Wenn hier zwei Fahrzeuge aneinander vorbei fahren sollen, wird es kritisch“, warnten Anwohner während des jüngsten Infoabends zum Lindenstraßen-Ausbau. Die Landesstraßenbaubehörde (LSBB) hat zwar die Installation einer Ampel zugesagt, die wird sich allerdings wohl auf die Brücke beschränken. Besonders gefährlich: Auch Schulbusse werden die Strecke aufgrund einer Sondergenehmigung befahren dürfen. Hier sind gefährliche Situationen in den Kurvenpassagen, aber auch in der engen Stelle an der Friedhofsmauer nicht ausgeschlossen.

Aufschotterung ist zugesagt worden

Die Landesstraßenbaubehörde sieht allerdings keine Probleme. „Die verkehsrechtliche Anordnung ist erfolgt und alles genehmigt“, hieß es während des Infoabends. Auch die Personenverkehrsgesellschaft Altmarkkreis Salzwedel (PVGS) habe extra die Strecke mit ihren Bussen getestet. Mit dem Ergebnis, dass alles funktioniert habe. Was die Herrichtung der innerörtlichen Ausweichstrecke betrifft, so hat die Baufirma zugesagt, dies bis zum Baustart zu erledigen. Die Verbindung werde noch umgebaut und aufgeschottert, hieß es. Doch Stand gestern war noch nichts erfolgt.

Anwohner sind auch in Sorge, dass der durch die innerörtliche Umleitung stark zunehmende Verkehr auf der nahezu unbefestigten Fahrbahn am Forsthof vorbei zu starker Staub- entwicklung führt. „Es staubt jetzt schon, wenn Autos dort entlangfahren. Und das sind bisher nur wenige“, gaben die Beetzendorfer zu bedenken. Doch diese Unannehmlichkeiten werden wohl in Kauf genommen werden müssen. „Wir werden die Verbindung sicherlich nicht ausbauen“, hieß es seitens der Verantwortlichen von Landesstraßenbaubehörde und Baufirma. Zudem sei nicht mit einem übermäßig starken Verkehr auf der Strecke zu rechnen, da die offizielle Umleitung weiträumig um Beetzendorf herumführe.

Baufirma bringt Mülltonnen zu Sammelpunkten

Geklärt ist die Frage der Müllentsorgung im betroffenen Lindenstraßen-Abschnitt während der Bauphase. Die Anwohner werden gebeten, ihre Tonnen mit Namen zu kennzeichnen und zu den Abfuhrterminen vor das Grundstück zu stellen. Die Mitarbeiter der Baufirma kümmern sich dann um den Transport zu den festgelegten Sammelpunkten und auch wieder zurück. „Dabei ist von Vorteil, dass die Firma nicht zum ersten Mal in Beetzendorf baut“, erläuterte Bürgermeister Lothar Köppe. Bisher habe die Gemeinde jedenfalls die Erfahrung gemacht, dass alle Absprachen, auch mit den Anliegern, funktioniert haben. „Und ich bin optimistisch, dass dies auch jetzt der Fall sein wird“, so Lothar Köppe.