Jahrstedt l Rund 60 Mitglieder zählt die Junge Gesellschaft Jahrstedt aktuell. Auf die Beine stellt der Verein auch Veranstaltungen für die Bewohner des Ortes. Mit der alljährlichen Bärenleier etwa wurde im Februar schon der Winter ausgetrieben. Dazu gehörte ein Kostümball samt Showprogramm im Saal. Tradition ist es auch, dass Bären, in die Kostüme aus Stroh schlüpfen die Jungs, durch den Ort ziehen und Zutaten für ein großes Eierbackessen im Dorf sammeln. Dafür ist einiges an Vorbereitung nötig. Und auch hinterher gibt es einiges zu tun. Nur leider ist die Beteiligung der Vereinsmitglieder dabei nicht immer gut, wie es bei der Jahreshauptversammlung des Vereins am Samstagabend hieß.

Defizite gebe es hauptsächlich beim Aufräumen nach Veranstaltungen und beim Aushelfen am Ausschank, sagte Silvia Bartels, die an dem Abend zur 1. Kassiererin gewählt wurde. Einige Mitglieder würden nur ihren Beitrag zahlen und wollten mit Arbeitsstunden nichts zu tun haben, sagte Vorsitzende Nancy Apmann. Könnte es helfen, einen zusätzlichen Beitrag für solche Einsätze zu erheben, wie vom örtlichen Angelverein in der Diskussion vorgeschlagen wurde? Wer sein Soll erfülle, bekomme das Geld zurück, wurde erklärt. Doch es gebe viele minderjährige Mitglieder, sollten die ihr Taschengeld dafür opfern, lautete ein Einwand aus der Runde. Der Vorstand will das Thema besprechen.

Tradition beibehalten

Weiterhin kam in der Runde die Idee auf, die Mitglieder in diesem Jahr zu einem besonderen Tag einzuladen, bei dem darüber gesprochen wird, was die Junge Gesellschaft eigentlich macht. Was finden die Mitglieder gut, was nervt sie? Schließlich hätten sich die Strukturen im Laufe der Jahre gewandelt. „Vielleicht könnte man das mit einem netten Abend verbinden?“, ergänzte Nancy Apmann.

Angesprochen wurde bei der Diskussion ein weiteres Problem. So sei das Stroh, das zum Wickeln der Bären-Kostüme gebraucht wird, teils zu kurz gewesen. Nach dem heißen Sommer 2018 sei es einfach nicht richtig hochgewachsen. Eine langfristige Lösung müsse gefunden werden. Die Jahrstedter Tradition sollte dabei aber beibehalten werden, ergänzte Apmann. Leute, die passendes Stroh anbieten wollen, könnten sich gern melden.

Volleyballturnier geplant

Einen Wunsch äußerte Silvia Bartels in Richtung des Klötzer Stadtbürgermeisters Uwe Bartels, der an der Versammlung teilnahm. Sie fragte an, ob der Verein nicht das alte Gerätehaus im Ort herrichten könne, um es dann dauerhaft zu nutzen. Denn jetzt sei es ungenutzt. Der Bürgermeister wusste, dass Mitarbeiter der Stadtwirtschaft den Raum öfters ansteuern. Er empfahl, einen Antrag bei der Stadt zu stellen. Der Verein habe viele Sachen, die an vielen Orten lagern würden, ergänzte Nancy Apmann. Ein Raum im Kniggen, der mal genutzt wurde, sei dafür nicht geeignet, weil die Sachen schimmelten. Benötigt würde auch ein Raum für die Vorstandssitzungen.

In ihrem Bericht blickte die Vorsitzende auf das Jahr 2018 zurück. Einer der Höhepunkte war dabei die Feier zum 25-jährigen Bestehen des Vereins. Dieser sei damit etwa im Alter der Kinder der einstigen Gründer. Und die würden mittlerweile selbst im Verein mitwirken. „Wir geben uns beste Mühe, ihn zu erhalten“, sagte Apmann. Hinter ihr liege nun das erste Jahr als Vorsitzende des Vereins, seit Sonnabend steht ihr Willem Meyer-Roschau als 2. Vorsitzender zur Seite. Die Arbeit habe sie vorher schon nicht unterschätzt und sprach ihren Vorgängern in dem Amt Respekt aus. Es habe ihr aber viel Spaß gemacht. 2019 plant der Verein noch das Holen des Maibaums sowie ein Volleyballturnier.