Steimke l Aufgrund der monatelangen Dürre 2018 hat sich der Borkenkäfer ausgebreitet. Helmut Jachalke, Leiter des Betreuungsforstamtes Westliche Altmark, sprach bei der Jahreshauptversammlung der Forstbetriebegemeinschaft Kunrau im Steimker Saal von einer „prekären Situation“, die insbesondere Lärche und Fichte betreffe. Grundsätzlich seien aber alle Nadel- und Laubbäume gefährdet.

Eile ist geboten

Die Bäume seien durch die Trockenheit gestresst. Dadurch habe der Schädling leichtes Spiel gehabt. Förderlich für die Massenvermehrung sei zudem gewesen, dass (Bruch-) Holz noch nicht aufgearbeitet gewesen sei, wie Jachalke darlegte. Er appellierte an die Waldbesitzer, das noch liegende Holz mitsamt des Reisigs schnellstmöglich aus dem Wald zu entfernen und beim Erkennen von Bohrmehl sofort aktiv zu werden. „Hören sie auf die Förster“, betonte Jachalke und regte an, spezielle Fallen aufzustellen. „Verschwenden Sie keine Zeit, sonst sind alle Messen gesungen.“ Jachalke mahnte zur Eile. Sobald 16 oder 17 Grad erreicht seien, fingen die jungen Käfer nämlich an zu fliegen. Falls bis dahin keine Gegenmaßnahmen eingeleitet wurden, „sind Sie der Verlierer“.