Apenburg l Wer in der kommenden Saison das Apenburger Waldbad besucht, muss sich auf höhere Eintrittspreise einstellen. Der Gemeinderat beschloss während seiner jüngsten Sitzung, die Entgelte auf jene Summen anzuheben, die auch im Dährer Waldbad fällig sind. „Wir kommen nicht drum herum, wenn wir das Bad langfristig erhalten wollen“, erklärte Bürgermeisterin Ninett Schneider. Die Erhöhung betrifft in erster Linie die Tageskarten, weniger die Saisontickets (siehe Infokasten). „Damit wollen wir die Leute zum Kauf von Dauerkarten motivieren“, so Schneider. Zugleich könne der Verwaltungsaufwand an der Kasse gemindert werden.

Apenburgs Ratsmitglied André Margowski sah die leichte Anhebung der Preise auch für die Saisonkarten kritisch. Schließlich würden viele Apenburger eine solche Karte aus Solidarität mit dem Bad erwerben, ohne selbst baden zu gehen. „Nur deshalb ist die Zahl der Saisonkarten so hoch. Ich befürchte, dass die Verkaufszahl bei einer Preisanhebung drastisch in den Keller geht“, meinte er. Das sahen andere Räte anders. „Wer das Bad sponsern will, der legt auch einige Euro mehr auf den Tisch“, ist sich etwa der Altensalzwedeler Volker Preis sicher.

Filter-Pilotprojekt soll Abwasserwerte reguli

Ersatzlos gestrichen wurden die 12er-Karten. „Die Resonanz ist so gering, dass es sich nicht lohnt“, beantragte Matthias Gomell das Aus für das Ticket. Bei zwei Enthaltungen wurde der Vorschlag angenommen. Zudem soll im Waldbad künftig auch Schwimmunterricht angeboten werden. Dafür werden 30 Euro mit und 35 Euro ohne Saisonkarte fällig, das Ablegen der Schwimmstufen kostet noch einmal acht Euro. „Ich könnte mir ein oder zwei Kurse in der Saison vorstellen. Es ist wichtig, dass unsere Kinder hier das Schwimmen lernen“, betonte die Bürgermeisterin.

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Einen festen Termin für die Saisonöffnung gibt es nicht. Anvisiert wird der 1. Juni. Sollte die Anlage allerdings vorher startbereit sein und das Wetter mitspielen, kann auch schon früher gebadet werden. Der alte Jägerzaun zur Straße hin ist inzwischen durch einen Metallzaun ersetzt worden. Zugleich sollen die Fliesen an der Stirnseite des Beckens in den nächsten Tagen neu verlegt werden. Der Förderverein plant außerdem, das Becken neu zu streichen.

Auflagen zum Brauchwasser

Sorgen machen der Gemeinde die Werte des gebrauchten Wassers, das aus dem Bad abgeleitet wird. Die entsprechen nicht den Vorgaben, ergab eine Prüfung. „Wir haben Auflagen bekommen, das in Ordnung zu bringen, sonst gibt es keine wasserrechtliche Erlaubnis“, teilte Ninett Schneider mit. Sie habe zwar eine Ausnahmegenehmigung beantragen wollen, aber die werde nur erteilt, wenn ein Konzept zur Mängelbeseitigung vorliegt.

Den Ausweg bietet eine Dambecker Firma, die unter anderem Filter für die Brauchwasserentsorgung von Schiffen herstellt. Die wolle ein Pilotprojekt für Bäder starten und stelle den Apenburgern Filter und Filtermaterial kostenlos zur Verfügung. „Wir werden testen, ob wir die Werte damit in den Griff bekommen. Das Umweltamt geht da mit, hat uns aber zugleich scharfe Kontrollauflagen gemacht“, zeigte sich Ninett Schneider vorsichtig erleichtert.