Klötze l Eigentlich erwarteten die Klötzer Hobbyschauspieler bei ihrem Workshop im Altmarksaal Kerstin Dathe aus Thale. Doch die Schauspielerin und Theaterpädagogin musste am Vorabend aus Krankheitsgründen absagen, informierte Kay Knittel. „Sie sollte, wie seit vier oder fünf Jahren schon, mit etwas Abstand zu unserem Stück von außen auf unsere Probe schauen, Feinschliff und Tipps geben“, erläuterte der Chef der Theatergruppe. Er habe gerne einige Hinweise von außen. Das bringe die Akteure voran.

Weil sie den Workshop für das Stück „Alte Rache rostet nicht“ nun alleine absolvieren mussten, davon ließen sich die Akteure aber nicht abschrecken. Dann feilten sie eben selbst weiter an ihren Rollen. Am 3. Oktober, einem traditionellen Probentag, werde Kerstin Dathe wieder dabei sein, betonte Kay Knittel. Bis davon bleibt ihm und seinem Team aber noch einiges zu tun.

„Derzeit haben wir jeden Montag Probe, mittwochs arbeiten wir am Rahmenprogramm“, erläuterte der Theater-Chef. „Ab September werden wir zwei bis dreimal in der Woche proben.“

Inzwischen sind die Kostüme alle einsatzbereit. „Das Publikum kann sich auf einige Überraschungen freuen, die es bei den Vorstellungen in den vergangenen Jahren so nicht gegeben hat“, stellte Knittel in Aussicht. Er lege dieses Mal großen Wert auf Effekte wie Geräusche, die alle im Computer gespeichert seien. „Die Leute wissen, um was es geht und ziehen entsprechend gut mit“, freute er sich. Knittel selbst habe jedoch das Problem, dass er auch eine Rolle übernahm und als Regisseur und Choreograf fungiere. Dadurch sehe er nicht, wie er wirke und was er selber besser machen könne.

Am Sonnabend probten die Akteure intensiv vom Vormittag bis in den Nachmittag hinein. „Das kann für die Schauspieler anstrengend und nervig sein, weil ich öfter mal unterbreche und Szenen wiederholen lasse“, gestand Kay Knittel ein. Jeder Hobbyschauspieler würde mit eigenen Accessoires proben. Wasser werde wirklich in ein Glas gegossen, um die dafür benötigte Zeit beim Spiel mit einzukalkulieren.

Neu wird im Oktober nicht nur das Stück sein, sondern auch das Drumherum. „Mit der Wirtin des Altmarksaals haben wir ein neues Konzept für den Barabend mit Tanz erarbeitet“, kündigte Kay Knittel an.

Einige Frauen saßen auf der Treppe und vertieften sich in ihre Rolle. Ab und zu kam es auf der Bühne zu einem Texthänger, der schnell ausgemerzt wurde. Dafür sind Proben schließlich da. Lachen erschallte, wenn eine lustige Szene ihre Wirkung erzielte.

Die Premiere beginnt am Freitag 19. Oktober, um 20 Uhr im Altmarksaal. Die weiteren Vorstellungen sind am Sonnabend, 20. Oktober, ab 19 Uhr und am Sonntag, 21. Oktober, ab 15 Uhr.

„Es gibt nur noch wenige Restkarten für die Sonntagsvorstellung“, freute sich Knittel über das öffentliche Interesse. „Das fordert uns natürlich.