Herrenkrug l Die seit langem geplante Sanierung des Jahrtausendturmes im Elbauenpark ist angelaufen. Ein Teil des Turmes ist schon eingerüstet. Bei der Sanierung geht es nicht nur um einen neuen Anstrich für das hölzerne Gerüst, sondern auch um eine dringend notwendige Verbesserung der Statik. Wind und Wetter haben der Standfestigkeit des hölzernen Turmes kräftig geschadet. Der spiralförmige Außenaufgang zur Plattform war aus Sicherheitsgründen seit Jahren gesperrt.

„Die Tragkonstruktion im oberen Bereich ist verfault, daher ist der Zugang sicherheitsbedingt gesperrt“, erzählt Marco Schmidt. Der technische Leiter des Elbauenparks koordiniert die Arbeiten. Der 42-Jährige ist seit 1999 im Elbauenpark, erlebte den Aufbau des hölzernen Turmes mit. „Nach Beginn der Arbeiten hoffen wir, das Vorhaben im April 2016 erfolgreich abschließen zu können, so dass der Turm dann wieder für die Bevölkerung zur Verfügung steht“, erzählt Marco Schmidt. Derzeit wird der Asphalt von der Rampe entfernt, darunter werden die Holzschäden erst wirklich sichtbar.

Auch der Zimmermann hat seine Arbeiten bereits begonnen. Er kümmert sich um die Restaurierung der Geländer und Rampenböcke. „Dort, wo die Möglichkeit besteht, wollen wir das Holz aufarbeiten. Der Rest wird ersetzt“, erklärt Marco Schmidt. Der technische Leiter macht deutlich, dass der Turm kein Bauobjekt von der Stange sei. Für die Arbeiten wird ein Spezialgerüst benötigt.

Das Sanierungsprojekt war bislang eine Frage des Geldes. Die Messe- und Veranstaltungsgesellschaft Magdeburg (MVGM), Betreiber des Elbauenparks, finanziert die notwendigen Instandsetzungsmaßnahmen jetzt über einen Kredit. Die Sanierungskosten sind mit zwei Millionen Euro veranschlagt.

Die Sanierung sei auch notwendig, da die Rampe Teil des bestehenden Brandschutzkonzeptes für den Jahrtausendturm ist.

Trotz der notwendigen Arbeiten öffnet der Jahrtausendturm an den Wochenenden für Besucher. In dem 60 Meter hohen „Zipfel“ ist die Dauerausstellung „6000 Jahre Entwicklung von Mensch und Technik“ untergebracht.