Magdeburg l Auch am Montag ist die explodierte Wohnung in einem Haus an der Berliner Chaussee noch Stadtgespräch. „Ich bin nachts durch einen unglaublich lauten Knall wach geworden“, berichtete ein Anwohner der Volksstimme, der von seinem Schlafzimmer aus die Explosionswohnung sehen kann. „Es war ein dumpfer Knall. Hier hat alles gewackelt“, berichtete der Mann und zeigte zu seinem Auto, das er ungefähr 30 Meter von der Unglückswohnung entfernt geparkt hatte. „Bis dahin sind Splitter der Scheiben geflogen“, sagte er.

In der Nacht von Freitag zu Sonnabend war die Wohnung explodiert und anschließend komplett ausgebrannt. Personen wurden nicht verletzt. Es entstand erheblicher Sachschaden, das Haus ist nicht mehr bewohnbar und muss saniert werden.

Warum die Wohnung explodierte ist immer noch unklar. An dem Haus liegt kein Gas an. Am Montag waren Brandursachenermittler der Polizei erneut in dem Haus. Für den heutigen Dienstag ist eine Mitteilung der Polizei angekündigt.

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Nach Informationen der Volksstimme war der Mieter zum Zeitpunkt der Explosion nicht in der Wohnung. Auch ein technischer Defekt gilt als sehr unwahrscheinlich. Durch die erzeugte Druckwelle wurden in dem Haus mehrere Türen beschädigt.

„Für die Zeit der Sanierung werden die Mieter in anderen Wohnungen von uns untergebracht“, sagte Sandra Wartmann, Vorstand der Magdeburger Wohnungsbaugenossenschaft von 1893 eG. „Wir sind froh, dass niemand verletzt wurde und die Explosion nicht auf einen technischen Defekt zurückzuführen ist“, so Wartmann weiter. Das Haus sei auch nicht, wie in ersten Meldungen befürchtet, einsturzgefährdet. „Wir warten jetzt auf die Ermittlungsergebnisse der Polizei“, sagt Wartmann.

Auch bei zwei weiteren großen Bränden in Ostelbien der vergangenen Tage laufen die Ermittlungen noch. In der Nacht von Sonntag zu Montag brannte es in einer Traditionsgaststätte an der Babelsberger Straße. Die Feuerwehr evakuierte mehrere Personen aus über dem Lokal liegenden Wohnungen. Ein Mieter musste mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Es entstand ein Schaden von mehreren Zehntausend Euro.

Nur wenige Hundert Meter entfernt war vor zwei Wochen ein Büro an der Genthiner Straße ausgebrannt. Eine Person musste mit Schock ins Krankenhaus eingeliefert werden. Es entstand Sachschaden von ungefähr 60 000 Euro. Auch hier seien die Ermittlungen laut Polizei noch nicht abgeschlossen. Fest stehe nur, dass alle drei Feuer nicht zusammenhängen.