Magdeburg l Die Anna-Ebert-Brücke über die Alte Elbe ist ein wichtiges Glied im Strombrückenzug. In einer Stellungnahme zur Stadtratsanfrage von Ratsmitglied Karsten Köpp (Linke) äußert sich Baubeigeordneter Dieter Scheidemann zum derzeitigen Zustand der Brücke. Insbesondere an einem der Bögen gebe es durchgehende Risse. Nach wie vor werde dieser mithilfe des sogeannten Monitoringsystem dauerhaft überwacht. „Sollten noch festzulegende Grenzwerte erreicht bzw. überschritten werden, muss die Brücke komplett gesperrt werden“, so Scheidemann. Der derzeitige Bauwerkzustand sei äußerst kritisch.

 Damit die Anna-Ebert-Brücke bis zur Fertigstellung des neuen Strombrückenzuges genutzt werden kann, gilt u. a. für Autos das Tempo-30-Gebot, für Straßenbahnen das Tempo-10 gebot. Der seit Mitte Juli 2015 geltende neue Fahrplan der Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) berücksichtigt, dass sich Straßenbahnen nicht mehr planmäßig auf dem Bauwerk begegnen. Zusätzlich hierzu haben die MVB innerbetrieblich geregelt, dass es bei Verzögerungen im Straßenbahnverkehr eine Wartepflicht für von Westen kommende Straßenbahnen gibt, falls eine Straßenbahn aus Richtung Osten die Brücke passiert. Seit Sommer 2015 dürfen zudem Lkws mit mehr als 7,5 Tonnen die Brücke nicht mehr befahren. Die Polizei führt regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen durch. Die letzte Kontrolle fand am 3. Januar von 8 bis 9.30 Uhr statt. Verstöße wurden nicht festgestellt, teilte die Pressestelle der Polizei auf Volksstimme-Nachfrage mit.