Magdeburg l In einem knappen Jahr Bauzeit wurden die eingeschossigen Kita-Bauten nach dem Vorbild der drei kommunalen Einrichtungen errichtet. Am Donnerstag wurden sie termingerecht fertiggestellt und warten nunmehr auf ihre kleinen Bewohner. Nach Aussage von Rathaussprecherin Kerstin Kinszorra wird es auch noch eine offizielle, zentrale Einweihungsfeier geben, der genaue Termin stehe aber noch nicht fest.

Als erstes der neuen Gebäude wird seit gestern die Georg-Kaiser-Straße 2 bezogen. Das Team der Kita „Quittenfrüchtchen“ (Kitawo gGmbH) um Leiterin Annett Habener schleppt noch heute und am Montag Kisten mit Spielzeug aus dem Reformer Quittenweg nach Sudenburg. Ab kommenden Mittwoch werden dann dort 180 Kinder in sieben Gruppen betreut.

Freude über Sanierung

Trotz der sehr kurzfristigen Mitteilung über den Umzug seien die Eltern sehr verständnisvoll gewesen, dass sie ihre Kinder während dieser Zeit anderweitig unterbringen müssen, erklärt Annett Habener. „Wir freuen uns am Mittwoch auf unsere Kinder und darauf in ein, zwei Jahren in ein saniertes Gebäude zurückziehen zu können“, sagt sie. Denn das ist der eigentliche Grund für das Zehnmillionenprojekt. Weil viele Kitas im Stadtgebiet die besten Zeiten hinter sich und dringend eine Sanierung nötig haben, ließ die Stadt die fünf Objekte als Ausweichquartiere mit 650 Plätzen bauen.

Als weitere Umzugstermine nennt Kerstin Kinszorra folgende: Die Kita „Pinocchio“ zieht am 22. April von der Wilhelm-Külz-Straße in die Gerhart-Hauptmann-Straße/Hans-Löscher-Straße und die Kita „Wiesenschlümpfe/Rasselbande“ Ende Mai von der Moldenstraße in die Struvestraße. Die Kita „Marienkäfer“ (Braunlager Straße) wird Ende April ihr Quartier in der Coquistraße beziehen. Die Kita „Nordwest“ wartet mit ihrem Umzug von der Ostrowskistraße in die Wiener Straße noch bis Ende Juni.

„Quittenfrüchtchen“ und „Nordwest“ sind erst kurzfristig in das Umzugsprogramm gerutscht, weil sie aufgrund ihres dringenden Sanierungsbedarfs in das Krippenausbauprogramm aufgenommen wurden. Am Dienstag wurde dazu eine Beschlussvorlage veröffentlicht, die am 21. April vom Stadtrat abgesegnet werden soll.

Nachsehen für zwei Kitas

Das Nachsehen haben die Kitas in der Badeteichstraße und im Klusweg. Sie hatte Oberbürgermeister Lutz Trümper noch im Dezember als jene Kitas benannt, die sich aufs Kofferpacken vorbereiten können. Weil deren Sanierung aber über das Stark-III-Programm läuft und dessen Fördermittelfluss mehr als ungewiss ist, wurden sie zurückgestellt. Die Kitas „Pinocchio“, „Wiesenschlümpfe/Rasselbande“ sowie „Marienkäfer“ stehen weit oben auf der Prioritätenliste für Stark III.