Magdeburg l Meistens schimmert der Sternsee in Neu-Olvenstedt in Magdeburg grünlich. Doch vor einigen Wochen hat der See seine Farbe verändert. Das einstige Badegewässer liegt jetzt in rötlich-brauner Färbung da. Nach den ersten starken Frösten habe der See seine Farbe geändert, berichtet ein Passant mit Hund, der dort offenbar öfter entlangkommt.

Der Anglerverband Magdeburg hat das Gewässer zur Bewirtschaftung verpachtet. Vorsitzender Harald Rohr kennt den Zustand des kleinen Sees am Rande der Olvenstedter Chaussee. „Seit etwa eineinhalb bis zwei Wochen sieht er so aus“, sagt Harald Rohr. Er vermutet, dass es sich um eine spezielle Algenart handelt. Im Internet habe er geforscht und einige Hinweise auf Algen gefunden, die ihre Farbe ändern.

Kein Fischsterben im See

Ein Fischsterben habe es aber nicht gegeben, beruhigt der Angler, der sich während der Dürreperiode 2018 mit anderen Anglern immer wieder dafür einsetzte, Fische umzusiedeln, um sie vor dem Niedrigwasser beziehungsweise der schlechten Wasserqualität zu schützen. Unter anderem waren Fische aus der Schrote und dem Salbker See gerettet worden. Da keine Fische betroffen sind, geht Rohr davon aus, dass es sich um Algen handelt, von denen keine Gefahr ausgeht.

Beproben lassen hat er das Wasser noch nicht. Doch in dieser Woche wolle er eventuell bei der Firma Öhmi eine Probe einreichen. Vielleicht könne die Firma als Spezialist auf dem Gebiet der Laboranalytik Aufschluss darüber geben, welche Algen sich in dem See gebildet haben.

Die Entstehung des Sees geht auf einen Steinbruch zurück, der nicht wieder verfüllt wurde. Dadurch konnte Wasser nachfließen und das Gewässer wurde bald zu einer beliebten Badestelle. Bis in die 1960er Jahre hinein wurde dort auch eine Badeanstalt betrieben. Schließlich wurde diese geschlossen. Beim Bau der Magdeburger Siedlung Neu-Olvenstedt wurde der See schließlich umzäunt.