Untreue

Angeklagte weisen Vorwurf zurück

Das Verfahren gegen den ehemaligen Geschäftsführer und seinen Stellvertreter des Abwasserzweckverbandes Saalemündung Calbe hat begonnen.

Magdeburg/Calbe l Knapp neun Jahre nach ihrer Entlassung im Abwasserzweckverband (AZV) Saalemündung Calbe hat gestern der Prozess vor der 4. Wirtschaftsstrafkammer am Landgericht Magdeburg gegen den ehemaligen Geschäftsführer und seinen Stellvertreter begonnen. Die Staatsanwaltschaft legt den 51 und 55 Jahre alten Angeklagten zur Last, sich mit der Nutzbarmachung von Klärschlamm befasst zu haben. Dabei seien dem Verband Kosten von mehr als 1,2 Millionen Euro entstanden.
Die Staatsanwaltschaft bewertet dies als Untreue. Die Anklage der Staatsanwaltschaft hatte das Landgericht 2018 nicht zugelassen, weil es keinen hinreichenden Tatverdacht gesehen hatte. Daraufhin hatte die Staatsanwaltschaft Beschwerde beim Oberlandesgericht erfolgreich eingelegt.