Ertrunken

Anklage nach Kita-Todesfall in Magdeburg

Nachdem in Magdeburg ein knapp dreijähriger Junge bei einem Kita-Ausflug ertrunken ist, wird Anklage gegen drei Erzieherinnen erhoben.

Magdeburg l Die Staatsanwaltschaft Magdeburg hat gegen drei Erzieherinnen der Integrativen Kindertagesstätte "Neustädter See" in Magdeburg Anklage wegen fahrlässiger Tötung eines knapp dreijährigen Jungen erhoben. Dies teilte das Amtsgericht am Donnerstag mit. Der Junge war bei einem Ausflug im Neustädter See ertrunken.

Der Vorfall ereignete sich am Vormittag des 2. Oktober 2020. Die Erzieherinnen hatten einen Ausflug mit einer größeren Gruppe von Kindern zu dem See unternommen. Nach der Rückkehr zur Kita wurde festgestellt, dass ein Junge fehlte. Bei einer sofort eingeleiteten Suchaktion der Polizei wurde das Kleinkind leblos im Wasser gefunden. Trotz sofortiger Wiederbelebungsversuche verstarb das Kind durch Ertrinken.

Die fahrlässige Tötung kann mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft werden, so das Amtsgericht. Im Falle der Eröffnung des Hauptverfahrens wäre mit einem Verhandlungsbeginn vor dem Schöffengericht voraussichtlich im Mai/ Juni 2021 zu rechnen.