Immobilien

Zwei Stadtvillen entstehen am Herrenkrugpark in Magdeburg

Bis zum Sommer 2023 sollen an der Straße zum Herrenkrugpark in Magdeburg zwei Mehrfamilienhäuser entstehen. Gut die Hälfte der Wohnungen sind schon verkauft.

Von Konstantin Kraft
Zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 38 Wohnungen sollen gebaut werden. Läuft alles nach Plan kann das Bauprojekt ?Margaretenhof" zum Sommer 2023 bezogen werden. Die Hälfte ist schon verkauft. Visualisierung: Timo Fröhling/convisa GmbH

Magdeburg. Auf einer Brachfläche an der Eichendorffstraße im Stadtteil Herrenkrug sollen in den nächsten Jahren zwei Stadtvillen mit insgesamt 38 Wohnungen gebaut werden. Aktuell finden auf dem Baugrund, auf dem vormals ein Kasernengebäude gestanden hatte, die letzten Räumungsarbeiten statt. Nach dem Abzug der russischen Truppen in den frühen 1990er Jahren war das Gebäude im ehemaligen Militärkomplex am Cracauer Anger bis zu seinem Abriss im vergangenen Jahr dem Verfall preisgegeben.

Renaissance für alte Siedlung

Mit dem geplanten Neubau der beiden Mehrfamilienhäuser soll indes an ein anderes Kapitel in der Geschichte des Stadtteils angeschlossen werden. Im frühen 20. Jahrhundert erwuchs hier die Margarethenhof-Siedlung. Herrschaftliche Villen säumten die Straßen am Herrenkrugpark.

Das galt auch für das Baugrundstück an der Eichendorffstraße. „Die beiden Häuser, die dort entstehen, haben die Position von alten Stadtvillen aus den 1920er Jahren“, sagt Investor und Verwalter Timo Fröhling. Doch nicht nur die Lage soll dem historischen Vorbild entsprechen.

Mit 2,80 Meter hohen Decken in den Innenräumen der Wohnungen, Sprossenfenstern mit schmiedeeisernen Brüstungselementen sowie einem großflächig angelegten Garten soll in dem mit „Margaretenhof“ betitelten Bauprojekt der alten Siedlungsstruktur zu einer Renaissance verholfen werden.

Die Hälfte der Wohnungen ist schon verkauft

Ende letzten Jahres sei der Bauantrag eingereicht worden. Fröhling rechnet damit, dass in den nächsten Wochen eine Genehmigung vorliegen könnte. Damit läge alles im Plan. Nach den letzten Räumarbeiten würde dann im Juli/August mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die Ausschreibungen für die Rohbauarbeiten sei schon erfolgt. Der Zuschlag soll an regionale Baufirmen gehen.

„Wir planen mit zwei Jahren Bauzeit“, sagt Fröhling. Das heißt, geht alles glatt, sollen die Häuser im Sommer 2023 bezugsfertig sein. Rundum wäre dann ein niedriger zweistelliger Millionenbetrag für den Kauf des Grundstücks sowie den eigentlichen Bau der beiden Stadtvillen investiert worden, bilanziert Fröhling. Bauherr ist die Bricks Invest II GmbH & Co. KG.

In den beiden dreigeschossigen Mehrfamilienhäusern samt Staffelgeschoss und Tiefgarage werden Zwei- bis Fünfraumwohnungen mit Wohnflächen zwischen rund 47 und 180 Quadratmetern gebaut. Obenauf sind zwei Penthouse-Wohnungen geplant. Insgesamt stehen dann 38 Wohnungen zur Verfügung. Die Nachfrage ist schon jetzt rege. Gut die Hälfte der Wohnungen seien bereits verkauft, berichtet Timo Fröhling.

Die Beräumung der Baufläche ist fast abgeschlossen.