Magdeburg l Magdeburg ist eine Reise wert – davon wissen auch Studenten zu berichten, die zu einem Austauschprogramm nach Magdeburg gekommen sind. Immer wieder gesucht werden Gastfamilien. Sarah Brodesser ist seit wenigen Monaten in Magdeburg. Die Amerikanerin muss nicht lange überlegen bei der Frage, was für sie das Skurrilste an Deutschland ist. „Wasser mit Kohlensäure. Das ist komisch“, platzt es aus ihr heraus. Außerdem liefen viele Menschen bei Rot über die Ampel. Und viele könnten mehr als eine Sprache sprechen. Und der öffentliche Nahverkehr sei gut ausgebaut. Besser als in ihrer Heimat Portland, an der Westküste der USA, sagt sie.

Bundestag hilft weiter

Die 22-Jährige ist über das Parlamentarische Patenschaftsprogramm des Bundestages und des US-Kongresses nach Magdeburg gekommen, zusammen mit zwei weiteren US-amerikanischen Austauschstudierenden. Das Austauschprogramm ermöglicht seit 1983 jedes Jahr rund 350 Stipendiaten aus den USA einen einjährigen Aufenthalt in Deutschland. Umgekehrt können ebenso viele Stipendiaten aus Deutschland ein Jahr in den USA verbringen. Bundestagsabgeordnete übernehmen für sie die Patenschaft.

Alle sind freundlich

Der Magdeburger Til-Christian Hugo war über das Programm in den USA. In Portland. Wie es war? „Grandios“, sagt der 21-Jährige. So grandios, dass er gerne wieder dorthin will. „Der Plan ist, irgendwann dort zu leben“. Skurril sei für ihn dort gewesen, „das alle immer und überall freundlich sind“, sagt er.

Seit Oktober sind auch Jessica Duffner aus Pittsburgh und Justin Trowbridge aus Michigan in Magdeburg. Anders als bei Brodesser hat die Austauschorganisation, der Verein Experiment, noch keine Magdeburger Gastfamilie für die beiden Studierenden gefunden. Beide wohnen derzeit im Studentenwohnheim. Wer Interesse hat, Gastfamilie zu werden und einen jungen US-Stipendiaten bis Juni 2019 bei sich aufzunehmen, kann sich an den Verein Experiment in Bonn wenden. Ansprechpartner ist Matthias Lichan (Tel. 0228/957 22 21, E-Mail: lichan@experiment-ev.de).

Weitere Informationen zum Parlamentarischen Patenschaftsprogramm gibt es hier.