Magdeburg (vs) l Bedürftige einer Essensausgabe machnten am 21. April 2020 gegen 18.40 Uhr auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofes Magdeburg Bundespolizisten darauf aufmerksam, dass sie kurz zuvor von einem Mann mit Glasflaschen beworfen und bedroht worden waren. Nach der Attacke sei der Täter geflüchtet. Aufgrund der Personenbeschreibung konnten die Beamten nach einer Fahndung den 44-Jährigen noch im Bereich des Hauptbahnhofes stellen.

Fußfesseln und Spuckhaube

Als der Mann zum Sachverhalt befragt werden sollte, bespuckte er sofort die Bundespolizisten und versuchte, sie zu schlagen. „Um das zu unterbinden, mussten ihm Handfesseln und eine Spuckhaube angelegt werden“, so die Pressestelle der Bundespolizei. Da er seine Widerstand jedoch nicht eingestellte habe und weiter mit den Füßen trat, wurden ihm auch Fußfesseln angelegt. Bei seinen massiven Angriffen stieß sich der 44-Jährige leicht am Kopf. Daraufhin wurde ein Rettungswagen angefordert, deren Sanitäter der Randalierer ebenfalls versuchte, zu treten und zu bespucken. Eine Versorgung der Wunde sei unter diesen Umständen nicht möglich gewesen. Aufgrund des offensichtlichen psychischen Ausnahmezustandes des 44-Jährigen wurde er unter der Begleitung von Bundespolizisten in dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Bei den anhaltenden Widerstandshandlungen wurde ein Beamter leicht verletzt, konnte seinen Dienst jedoch weiter fortsetzen. Der 44-Jährige wird sich nun wegen des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, des tätlichen Angriffs auf Polizisten, versuchter gefährlicher Körperverletzung, Körperverletzung, Beleidigung und Bedrohung verantworten müssen. Der Sachverhalt wurde nach Bearbeitung zuständigkeitshalber an die Landespolizei abgegeben.