Magdeburg l Früh aufstehen, heißt es aktuell für die Mitarbeiter der Firma Tauber. Sie setzen die Sanierung des Barleber Sees in Magdeburg um und leiten Liter um Liter flüssigen Polyaluminiumchlorids in den See, damit Phosphor gebunden und das Wachstum von Blaualgen auf diese Weise unterdrückt wird.

Da das Algenwachstum mit steigender Sonneneinstrahlung beflügelt wird, müssen die Mitarbeiter die frühen Morgenstunden nutzen. „Sobald es hell wird, geht es los“, berichtet Prokurist Ralf Lösing. Am besten wäre eine geschlossene Wolkendecke. Doch Wolken am Himmel sind dieser Tage eher selten zu sehen. Allenfalls ein paar Schönwetterwölkchen dekorieren den sonst strahlend blauen Himmel.

Arbeiten liegen im Plan

Wie viel Fläche des in Planquadrate eingeteilten Sees bereits abgearbeitet ist, kann Lösing noch nicht genau sagen. „Die Flächen müssen mehrfach abgefahren werden und das Mittel in mehreren Schichten eingebracht werden“, begründet er. Zumindest eines kann er sagen: „Die Arbeiten liegen aktuell im Zeitplan.“

Bei der Sanierung des Barleber Sees handelt es sich um eine der größten Gewässersanierungsmaßnahmen dieser Art in Deutschland. Bereits in den 1980er Jahren waren tonnenweise Phosphorbindende Chemikalien in den See eingebracht worden, um das Blaualgenwachstum zu hemmen.

Bis Oktober wird Barleber See saniert

Nach gründlichen Untersuchungen wird diese Maßnahme nun wiederholt. Eingebracht werden insgesamt 1000 Tonnen des Mittels. Bis Oktober 2019 soll die Maßnahme abgeschlossen sein.

Erste Veränderungen im Seewasser könnten bereits nach vier Wochen sichtbar sein. Während der Arbeiten kommt es zu Einschränkungen für Angler, Surfer und Segler. Badegäste werden gebeten, die Aushänge, Internetinformationen und Hinweise des Badepersonals zu beachten.