Magdeburg l Die Kreuzungsbereiche in Magdeburg-Stadtfeld waren in den vergangenen Monaten immer wieder Gesprächsthema. Im Stadtrat war angeregt worden, besonders häufig zugeparkte Kreuzungen mindestens mit Markierungen zu versehen, um Falschparker fernzuhalten. Magdeburgs Verkehrs- und Baubeigeordneter Dieter Scheidemann hatte daraufhin erklärt, dass das nicht notwendig sei. Schließlich regele bereits die Straßenverkehrsordnung, dass in Kurvenbereichen nicht geparkt werden darf. „Eine Wiederholung von Verkehrsregeln, die in der StVO schon geregelt sind, ist nicht zulässig“, hatte er mitgeteilt.

Parken in Kurve verboten

Nun fiel einem Nutzer des Kurznachrichtendienstes Twitter auf, dass ausgerechnet an der Einfahrt zum Baudezernat in der Straße An der Steinkuhle, die Kurve mit Pollern gesichert ist. Also dort, wo der Baudezernent seinen Sitz hat, ist etwas möglich, was sonst nicht zulässig sei, so der Verdacht der Kommentatoren. „Welches Dezernat hat sich hier wohl abgepollert, obwohl Autofahrern doch hinreichend bekannt ist, dass sie im Kreuzungsbereich nicht parken dürfen?“, fragte der Nutzer.

Nach Angaben von Rathaussprecher Michael Reif seien sie aber nicht da, um Falschparker fernzuhalten. „Die Poller im Zufahrtsbereich des Baudezernates mussten aufgestellt werden, da hier durch frühere Sanierungsmaßnahmen, die Fahrbahnoberfläche erhöht worden war“, erklärt er auf Volksstimme-Anfrage. Dadurch sei der Bordstein viel niedriger als normalerweise. „Die Folge war, dass der Bordbereich durch Autos und Lkw oft unberechtigt überfahren wurde“, erläutert er weiter. Auch, weil die Achse der Straße An der Steinkuhle an dieser Stelle leicht versetzt sei.

Mehr Schulkinder unterwegs

Ein weiterer Grund sei „das erhöhte Aufkommen von Schulkindern“, die zwischen der Albert-Vater-Straße und dem Edithagymnasium am Lorenzweg unterwegs seien, so Michael Reif. „Mit den Pollern konnte somit auch die Wegeführung für die Schulkinder sicherer gestaltet werden“, sagt der Stadtsprecher.