Landtagswahl Sachsen-Anhalt

Briefwahl in Magdeburg bricht weiter alle Rekorde

Die Briefwahl in Magdeburg bricht weiter alle Rekorde. Rund eine Woche vor der Wahl des Landtages von Sachsen-Anhalt liegen im Wahlamt 43.000 Anträge vor. Damit will offenbar jeder vierte wahlberechtigte Magdeburger per Brief abstimmen.

Von Rainer Schweingel 28.05.2021, 01:00 • Aktualisiert: 28.05.2021, 10:24
Mitarbeiter der Briefwahlstelle in Magdeburg sichten und sortieren Anträge auf Briefwahl.
Mitarbeiter der Briefwahlstelle in Magdeburg sichten und sortieren Anträge auf Briefwahl. Foto: Rainer Schweingel

Magdeburg - Briefwahl war unter den Magdeburgern schon immer ein häufig genutzter Weg, um seine Volksvertreter zu bestimmen. 2016 hatten immerhin 25.000 Magdeburger diese Möglichkeit genutzt. Schon damals bedeutete das ein Rekord. Der sollte in diesem Jahr aber schnell gebrochen werden. Denn bereits am 12. Mai und damit noch vor der Eröffnung der Briefwahlstelle im Katzensprung neben dem Rathaus, war diese Marke schon übertroffen worden. Natürlich hat die Corona-Pandemie noch einmal für einen ordentlichen Schub gesorgt. Viele setzen auf das kontaktlose und damit infektionssichere Wahlverfahren.

Hohes Postaufkommen

Folglich hatten die Mitarbeiter in der Briefwahlstelle vor allem in den Anfangstagen mit einem hohen Aufkommen an Post zu kämpfen. Mittlerweile könne der täglich eintreffende neue Postberg auch tagesaktuell von den Mitarbeiter der Briefwahlstelle abgearbeitet werden, erklärte eine Sprecherin der Stadtverwaltung in dieser Woche.

Schon zur Öffnung der Briefwahlstelle am 17. Mai 2021 hatten Kreiswahlleiter Holger Platz und der Leiter des Wahlamtes, Tim Hoppe, zwar von einem hohen Aufkommen gesprochen, das aber durch den engagierten Einsatz aller Mitarbeiter der Briefwahlstelle zu bewältigen sei.

Aber: Wer bereits Briefwahlunterlagen beantragt und diese nach vier Werktagen noch nicht erhalten habe, sollte sich zur Klärung des Bearbeitungsstatus mit der Briefwahlstelle in Verbindung setzen. Dies sei telefonisch unter 5402138 oder per E-Mail an wahlamt@magdeburg.de möglich.

Noch bis zum kommenden Freitag 18 Uhr, können unabhängig davon in der Briefwahlstelle im Katzensprung 2 Briefwahlunterlagen beantragt werden. Bei nachweislich plötzlicher Erkrankung sei auch noch am Wahltag bis 15 Uhr eine Ausstellung der Wahlunterlagen möglich, hieß es weiter.

Nachtbriefkasten als letzte Chance

Grundsätzlich empfiehlt das Wahlamt aber, die Wahlbriefe mit den Stimmzetteln spätestens bis kommenden Donnerstag in einen Briefkasten der Deutschen Post zu werfen. Nur so könne sichergestellt werden, dass die Briefe das Wahlamt rechtzeitig bis zum Wahltag um 18 Uhr auch erreichen. Nur dann gehen diese Stimmen auch in die Auszählung ein.

Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Wahlbriefe direkt in der Briefwahlstelle im Katzensprung 2 abzugeben oder bis zum 6. Juni um 18 Uhr in den Postkasten der Landeshauptstadt Magdeburg in der Julius-Bremer-Straße 8 („Nachtbriefkasten“) oder den Postkasten der Landeshauptstadt Magdeburg am Alten Rathaus („Hausbriefkasten“) einzuwerfen.

Insgesamt sind in Magdeburg 185.000 Einwohner aufgefordert mitzuentscheiden, wie sich der neue Landtag zusammensetzen soll. Viele hatten sich schon vor Wochen für die Briefwahl entschieden.

Das ist noch wichtig

  • Für die Briefwahl enthalten die Wahlbenachrichtigungen bereits entsprechende Anträge. Wer von der Möglichkeit der Briefwahl Gebrauch machen möchte, muss den entsprechenden Antrag ausfüllen und kann ihn im der Wahlbenachrichtigung beigelegten Briefumschlag portofrei an das Wahlamt der Landeshauptstadt, 39090 Magdeburg, senden.
  • Die Briefwahlunterlagen werden dann auf dem Postweg zugestellt.
  • Der Antrag auf Briefwahlunterlagen kann auch bequem über das Online-Formular unter www.magdeburg.de/info/briefwahl oder per Fax (0391/ 540 2821) gestellt werden.
  • Telefonische Antragstellung ist nicht möglich.