Magdeburg l Das städtische Klinikum Magdeburg schränkt aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens die Besuchsregelungen ab sofort drastisch ein. Hintergrund ist, dass die am Donnerstag, 11. Juni 2020, verstorbene Frau in der Notaufnahme des Klinikums aufgenommen worden war. Die Frau war mit akuten gesundheitlichen Problemen am Donnerstagnachmittag erschienen und wenige Stunden später verstorben.

Wie sich erst am Freitag, 12. Juni 2020, herausgestellt hat, war der genommene Corona-Abstrich der Patientin positiv. Folglich wurden im Klinikum Magdeburg Mitarbeiter sowie Patienten, die Kontakt mit dieser Corona-positiv-Patientin hatten, als sogenannte Kontaktpersonen ausfindig gemacht. Die Patienten, die zeitgleich mit der Frau in der Notaufnahme waren und stationär aufgenommen wurden, sind entsprechend isoliert und wurden ebenfalls auf das Coronavirus getestet. Ergebnisse lagen am Freitagnachmittag noch nicht vor, sagte eine Klinikum-Sprecherin auf Nachfrage. Die Klinikum-Mitarbeiter werden täglich getestet. So lange sie negativ getestet sind, dürfen sie unter bestimmten Schutzvorkehrungen weiter arbeiten. Dies sei auch mit dem Gesundheitsamt entsprechend abgestimmt, hieß es.

Die aktuellen Entwicklungen hätten die Mitglieder der erweiterten Krankenhauseinsatzleitung im Klinikum Magdeburg dazu gezwungen, die Besuchsregelungen erneut zu ändern – und zwar drastisch zu reduzieren, teilte die Klinikum-Sprecherin in einer Pressemiteilung mit. Das heißt, Besuche sind ab sofort ausschließlich für lebensbedrohlich Erkrankte und Neugeborene überhaupt möglich. Außerdem ist für die Geburt eine Begleitperson erlaubt. Diese Ausnahmen sind nur unter Einhaltung strengster Hygieneregeln möglich. „Im Klinikum Magdeburg stehen der Schutz der uns anvertrauten Patienten und unserer Mitarbeiter im Vordergrund“, so Klinikum-Geschäftsführer Knut Förster in der Pressemitteilung.