Magdeburg l Die Notsignale werden lauter und zahlreicher: Kunst- und Kulturschaffende in der Landeshauptstadt geraten wegen der andauernden Veranstaltungsruhe in der Ära Corona-Kontaktverbot in existenzielle Probleme. Im Volksstimme-Gespräch stellt sich der Magdeburger Kulturbeigeordnete Matthias Puhle an die Seite der Kulturszene und kritisiert mangelnde Hilfe vom Land Sachsen-Anhalt.

Veranstalungsverbot lockern

Während andere Bundesländer Überbrückungshilfen in monatlich vierstelliger Höhe ausreichten, würden Soloselbsständige in Sachsen-Anhalt selbst bei komplettem Einnahmeausfall nur mit einer Einmalzahlung in Höhe von 400 Euro rechnen. Zu wenig, sagt Puhle, und fordert „mindestens“ die Verdopplung der Summe und ihre monatliche Ausreichung im April, Mai und Juni. „Damit wäre schon viel geholfen.“ Daneben fordert Puhle eine Lockerung des totalen Veranstaltungsverbotes für kleinere Kulturveranstaltungen mit bis zu 50 oder 100 Gästen. Es könne nicht sein, dass in Sachsen-Anhalt bis 31. August 2020 jeglicher Veranstaltungsbetrieb untersagt bleibe, wie es die aktuelle Landesverordnung vorsieht.

Für den Fall einer weiterhin nicht auskömmlichen Hilfe für Kunst- und Kulturschaffende von Bund und Land bereitet die Stadt ein eigenes Rettungsprogramm vor und will dafür voraussichtlich eine Viertelmillion Euro bereitstellen, um irreparablen Schaden von der Stadtkulturszene abzuwenden.

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