Magdeburg l Im ersten Moment klingt es für Magdeburger Eltern wie eine gute Nachricht: Die Stadt Magdeburg setzt den Einzug der Kita-Beiträge für den Monat April wegen der Corona-Krise aus. Immerhin sind Kitas und Schulen seit dem 16. März 2020 geschlossen. Und werden es bis mindestens 19. April auch bleiben.

Doch die Stadt macht in ihrer Mitteilung am Mittwoch auch klar: "Das bedeutet nicht, dass die Beiträge erlassen werden." Heißt: Der Beitrag muss später nachgezahlt werden. Im Durchschnitt sind das für ein Krippenkind 120 Euro für 8 Stunden Betreuung pro Tag und für ein Kindergartenkind 64 Euro.

Weil viele Eltern während der Corona-Krise auch in Kurzarbeit geschickt wurden und sie obendrein ihre Kinder nun zu Hause betreuen müssen, trifft sie diese Zeit auch finanziell besonders hart. Zahlreiche Politiker fordern daher, dass den Eltern die Beiträge ganz erlassen werden.

Oberbürgermeister Lutz Trümper betonte, dass dies nur eine vorläufige Regelung sei: "Die Aussetzung des Beitragseinzuges erfolgt vorbehaltlich anderslautender Regelung, z. B. wenn die Landesregierung eine einheitliche Lösung für alle Landkreise und kreisfreien Städte anbietet."

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