Magdeburg l Landesweit machen am Freitag Gastronomen aus Sachsen-Anhalt auf die Situation ihrer Branche vor dem Hintergrund der Beschränkungen zum Coronavirus aufmerksam. Auch Magdeburger Gastronomen um Ratskeller-Chef Matthias Nawroth beteiligen sich. Eine stille Mahnwache von etwa 20 Magdeburger Gastronomen, stellvertretend für den „Magdeburger Gastro-Stammtisch“ mit weit mehr als 80 Mitgliedern, findet auf dem Domplatz statt. Integriert ist diese Mahnwache in die bundesweite Aktion „Leere Stühle“. Mit einem vor dem Landtag aufgebarten Sarg wird die Gastronomie symbolisch beerdigt.

Mit der Schließungen der Bars und Cafés sind vielen Gastronomen von einem auf den anderen Tag sämtliche Einkünfte verlorengegangen. Die Gastronomen fordern die sofortige Öffnung der Außengastronomie, keine kommunalen Gebühren für die Flächen der Außengastronomie, die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht und ein weiteres, nicht zurückzuzahlendes Soforthilfepaket sowie die Anhebung der Einkommensgrenze für geringfügig Beschäftigte von 450 Euro auf 700 Euro.

Geplant ist die Verlesung des 2. „Offenen Briefes“ der Magdeburger Gastro-Szene an den Landtag und den Bundestag, sowie dessen Übergabe an Vertreter des Landtags. Des Weiteren wird es vor dem Sarg eine Schweigeminute geben, begleitet von einem Trompeter. Zudem stellen die Organisatoren eine große LED-Leinwand, auf welcher plakativ die aktuelle dramatische Situation dargestellt wird. Geplant ist außerdem eine Plakataktion in ganz Magdeburg mit dem gleichen Motiv.