Magdeburg l Das Magdeburger Ordnungsamt hat einen Kiosk im Norden der Stadt wegen des wiederholten Ausschanks von Alkohol schließen lassen. Gemäß der aktuellen Corona-Regeln ist die Abgabe von alkoholhaltigen Getränken nur in mitnahmefähigen und verschlossenen Behältnissen erlaubt. Der Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit ist sogar ganz verboten. Das habe der Betreiber ignoriert - mehrfach. Nun muss er auch mit finanziellen Konsequenzen rechnen, teilte die Stadt am Mittwoch mit.

Am 29. Dezember hätten Mitarbeiter des Ordnungsamtes festgestellt, dass an und in dem Kiosk mehrere Personen Bier tranken. Fünf Männer ohne Mund-Nasen-Bedeckung hätten sich in der etwa fünf Quadratmeter kleinen Betriebsstätte aufgehalten. Das Ordnungsamt nahm die Personalien der Anwesenden auf. Während der Kontrolle vor Ort hätten die Beamten zudem bemerkt, dass der Angestellte die tatsächlich getrunkene Menge Alkohol verschleiern wollte, als er einem der Gäste nur zwei Bier berechnete. Dieser habe jedoch angegeben, auch Schnaps und Weinbrand konsumiert zu haben.

Der Angestellte des Kioskes war laut Stadt schon bei einer Vielzahl vorangegangener Kontrolle angetroffen und mehrfach belehrt worden. Nachdem der Kiosk-Betreiber vor Ort eintraf und ihm der Sachverhalt erklärt wurde, sei der Kiosk geschlossen und versiegelt worden. Da bereits im Mai 2020 ein Bußgeldverfahren wegen Verstoßes gegen die Corona-Vorschriften durchgeführt wurde, müsse der Betreiber nun mit einem Bußgeld nicht unter 2000 Euro rechnen.