Magdeburg l Mehrere Mitarbeiter der Hochschule Magdeburg-Stendal sind nach einer Konferenz in Quarantäne geschickt worden. Wie Hochschulsprecher Norbert Doktor am Donnerstag sagte, habe es am Standort Magdeburg am vergangenen Freitag eine Führungskräfte-Tagung mit 19 Personen und 6 kurzzeitigen Gästen im Audimax gegeben.

Am Montag wurde bekannt, dass ein Teilnehmer im Anschluss außerhalb der Hochschule positiv auf das Coronavirus getestet worden ist. Daraufhin habe das Gesundheitsamt Magdeburg angeordnet, dass die Teilnehmer mit Hauptwohnsitz in Magdeburg in Quarantäne müssen. Betroffen seien 15 Personen. Andere Gesundheitsämter, wie Köthen, Oranienburg und Braunschweig hätten nach Prüfung auf eine Anordnung der Quarantäne verzichtet, so Doktor. An der Tagung hatten Mitglieder der Hochschulleitung, Dekanin und Dekane sowie ausgewählte Mitarbeiter teilgenommen.

Laut Hochschule verfüge das Audimax über fast 400 Plätze und eine Lüftungsanlage. „Das Hygienekonzept der Hochschule lässt solche Veranstaltungen nach aktuellen Erkenntnissen ohne die Gefährdung einer Infektion zu, da der Abstand sowie der ständige Luftaustausch gewährleistet werden“, so Doktor. Tests der Teilnehmer im Nachgang seien negativ ausgefallen. „Bisher treten außerdem keinerlei Symptome bei den Teilnehmenden auf. Wir gehen aufgrund unserer Schutzmaßnahmen davon aus, dass das so bleibt.“

Der Hochschulbetrieb sei nicht gefährdet: „Der Betrieb wurde dort, wo es aufgrund der Quarantäne-Anordnung nötig ist, entsprechend organisiert. Die Arbeitsfähigkeit ist überall vollständig garantiert.“

Rektorin Anne Lequy verteidigte die Präsenz-Veranstaltung: „Die Entscheidung zur Präsenz wurde unter den Rahmenbedingungen der letzten Woche und den bestmöglichen Hygienevorkehrungen getroffen. Wir gehen sehr fürsorglich, bewusst und konform mit den Vorgaben zum Infektionsschutz um, das zeigen auch unsere Erfahrungswerte – es gibt bisher keine einzige Infektionskette im Einflussbereich der Hochschule. Dass das Gesundheitsamt Magdeburg so entschieden hat, werden wir aber künftig berücksichtigen.“