Magdeburg l Ein zweijähriges Kind aus der Kita Nordwest in Magdeburg ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Es hatte sich vermutlich bei seinen Eltern infiziert und zeigte bereits Symptome wie Fieber und Husten.

Noch am Sonnabend, als Kita-Leiterin Heidrun Skowronek vom Gesundheitsamt Magdeburg darüber informiert wurde, fuhr sie in das Kinder-Eltern-Zentrum, um alle Eltern über nachfolgende Maßnahmen in Kenntnis zu setzen. Dabei stieß die Kita-Leiterin auf das Unverständnis so mancher Eltern.

Gruppen bilden geschlossene Systeme

Insgesamt 18 Jungs und Mädchen sowie deren Gruppenleiter mussten sich in Quarantäne begeben. Für die restlichen Kinder vereinbarte Heidrun Skowronek in Absprache mit dem Jugendamt, Gesundheitsamt und dem Träger, der Kita-Gesellschaft Magdeburg mbH, einen Lösungsansatz, der eine Schließung vermied. „Wir haben beschlossen, die Gruppen zu separieren. Wir haben zehn Gruppen, davon ist eine in Quarantäne und die anderen haben nun ein geschlossenes System. Dabei findet auch kein Personalwechsel statt“, erklärt sie. Es werde der Frühdienst abgedeckt und der Spätdienst.

Dies habe jedoch auch zur Folge, dass die Öffnungszeiten eingeschränkt werden mussten und die Kita eine Stunde eher, um 16.30 Uhr, schließt. Statt Verständnis für diese außergewöhnliche Situation, in die sie unverschuldet geraten sind, zu zeigen, stieß sie auf den Ärger und Unmut mancher Eltern.

Weitere Kita im Süden betroffen

Ein Elternteil forderte gar die elfstündige Öffnungszeit, obgleich der Betreuungsvertrag nur über zehn Stunden geschlossen wurde. „Zum Glück war es doch die deutliche Minderheit, die so reagierte.“

Indes wurde am Montag bekannt, dass mindestens eine weitere Kindertagesstätte in Magdeburg von einem Corona-Fall betroffen ist. Dabei soll es sich nach Volksstimme -Informationen um eine Einrichtung im Stadtteil Leipziger Straße handeln.