Löwe

Die Raubkatze im Garten

Der weiße Löwe Moyo darf nicht bei seinem Privathalter in Zielitz (Börde) bleiben. Was passiert nun mit der Raubkatze?

Von Maria Kurth 27.02.2021, 00:00

Magdeburg l Schneeweißes Fell, blaue Augen und damit eine echte Attraktion: Als der 21 Monate alte Moyo im vergangenen Jahr zum ersten Mal das Freigehege im Bergzoo Halle betrat, war die Bühne bereitet für einen neuen Besuchermagneten. Moyo ist ein weißer Löwe und damit eine außergewöhnlich rare Raubkatze.
Moyo blieb nur knapp drei Monte in der Saalestadt. Sein vorheriger Besitzer, ein Privathalter aus Zielitz, hatte ihn dort untergebracht. „Wir hatten damals nur die Zwischenbeherbung für ihn übernommen“, sagt Zoosprecher Tom Bernheim. Als der Privatbesitzer das Gehege auf Anordnung der Behörde umgebaut hatte, bekam er Moyo zurück.
Doch der weiße Löwe darf nicht bleiben, weil er dort in einem rund 80 Quadratmeter großen Käfig noch immer zu wenig Platz hatte. Nach einer Verfügung des Landkreises Börde sollte der Privathalter Moyo eigentlich bis 20. Juli 2020 an einen anderen Besitzer abgeben. Das Verfahren war nach einem Einspruch des Halters beim Verwaltungsgericht Magdeburg ausgesetzt. Nun wies das Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt am Donnerstag diesen in zweiter Instanz zurück.