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Die schönsten Seiten von Stadtfeld-Ost in Magdeburg

In jedem Stadtteil Magdeburgs sind schöne Orte versteckt. So auch in Stadtfeld-Ost. Maximilian Schochert nahm die Volksstimme mit auf eine Entdeckungstour.

Von Jasmin Teut 05.08.2021, 00:30
Das Gebäude in Magdeburg, in dem sich ein Blumengeschäft befindet, wurde von dem Bauingenieur Ulrich Müther entworfen und zählt für Maximilian Schochert zu Stadtfelds schönsten Ecken.
Das Gebäude in Magdeburg, in dem sich ein Blumengeschäft befindet, wurde von dem Bauingenieur Ulrich Müther entworfen und zählt für Maximilian Schochert zu Stadtfelds schönsten Ecken. Foto: Jasmin Teut

Magdeburg - Dass Stadtfeld-Ost in Magdeburg einige schöne Seiten zu bieten hat, weiß Maximilian Schochert, Leiter des Geschäftsstraßenmanagements „Im Stadtfeld“. „Es ist nicht ohne Grund, weshalb so viele in den Stadtteil ziehen wollen“, sagt er. Eine seiner Hauptaufgaben ist die Fortschreibung des integrativen Handlungskonzepts. Das heißt, wie sich der Stadtteil über die nächsten Jahre oder auch Jahrzehnte entwickeln kann. Und der Geschäftsstraßenmanager sprudelt nur so vor Ideen, um den Stadtteil noch attraktiver zu gestalten.

Dabei gibt es schon jetzt Ecken, die die Stadtfelder zu schätzen wissen. Ganz persönlich sieht Schochert das Gebäude an der Gerhart-Hauptmann-Straße/Große Diesdorfer Straße, in dem sich ein Blumengeschäft befindet, als eine „schöne Ecke“ an. „Das Gebäude wurde von Ulrich Müther entworfen. Die Hyparschale wurde auch nach seinen Plänen errichtet“, erklärt Schochert. In seiner Bachelorarbeit beschäftigte er sich mit der Hyparschale und „verliebte“ sich in die Bauweise Müthers.

Überwege schwer einsehbar

Auch der Schellheimerplatz gehört zu den sehenswerten Orten. Der Spielplatz und der Platz an sich sind immer gut besucht und werden oft genutzt, sagt er weiter. Ebenfalls sei der Platz für die Menschen ein wichtiger und zentraler Ort. Doch Verbesserungspotenzial gibt es überall. So sieht Schochert unter anderem noch Handlungsbedarf bei den Fußgängerüberwegen am Schellheimerplatz. Vor allem wenn Autos direkt am Überweg parken, ist dieser schwer ersichtlich.

Hier wäre zum Beispiel eine bessere Erkennbarkeit durch Farbe denkbar. An anderer Stelle gibt es überhaupt keine Fußgängerüberwege, obwohl diese sinnvoll wären. „Zum Beispiel in der Arndtstraße“, meint Schochert. Dort darf der Verkehr mit 50 Kilometern pro Stunde fahren. Die Autos parken hier dicht an dicht und ein Kind, das die Straße zwischen diesen Autos überqueren möchte, könnte leicht übersehen werden. Mit einem Zebrastreifen wäre ein sicheres Überqueren der Straße gewährleistet. In der benachbarten Schenkendorfstraße sind hingegen nur 30 Kilometer pro Stunde erlaubt, obwohl dort die gleiche Situation vorherrsche wie in der Arndtstraße.

Ein weiterer Fokus liegt für den Geschäftsstraßenmanager auf der Begrünung des Stadtteils, denn durch die Gestaltung der Grünflächen gewinnt der Stadtteil an Attraktivität und Aufenthaltsqualität. So gebe es einige Straßen, in denen kaum ein Baum stehe - wie in der Großen Diesdorfer Straße. „Es soll etwas für das Stadtklima getan werden“, sagt Schochert. Vor allem die Schenkendorfstraße ist ein gutes Beispiel, denn dort steht alle paar Meter ein Baum auf jeder Straßenseite. Auch auf dem Westring ist die Begrünung eher karg. „Es könnte überlegt werden, Stellflächen zu entsiegeln und dort Baumscheiben entstehen zu lassen“, so Schochert.

Liebenswerte Kleinigkeiten

Was einen Stadtteil schöner macht, sind mitunter auch die kleinen Dinge. Wie zum Beispiel der Automat für Kunst zum Mitnehmen am Kinder- und Familienzentrum Emma. „Ein Stadtteil sollte mit allen fünf Sinnen erlebbar sein“, findet der Geschäftsstraßenmanager. Dabei geht es unter anderem darum, ob es laut ist, ob es nach Müll oder Blumen riecht. Aber man sollte einen Stadtteil auch schmecken können. Gemeint ist, dass zum Beispiel Streuobstwiesen entstehen könnten. „Die Anwohner könnten sich so einfach einen Apfel vom Baum pflücken.“

Auch bei der geplanten Umgestaltung der Verkehrsinsel an der Olvenstedter Straße/Goethestraße kann das Schmecken einbezogen werden. „Es könnten vielleicht Beerensträucher gepflanzt werden“, sagt er weiter.

Einen Lieblingsplatz hat Maximilian Schochert nicht. Er mag den gesamten Stadtteil.

Maximilian Schochert, Leiter des Geschäftsstraßenmanagements, kennt die schönen Ecken, aber auch Orte mit Handlungsbedarf.
Maximilian Schochert, Leiter des Geschäftsstraßenmanagements, kennt die schönen Ecken, aber auch Orte mit Handlungsbedarf.
Jasmin Teut