CSD-Aktionswoche beginnt in Magdeburg

"Die Zeit, in der wir uns versteckt haben, ist vorbei"

08.08.2013, 18:52

Ab heute demonstrieren Lesben und Schwule, Bi-, Trans- und Intersexuelle zehn Tage lang für die Gleichberechtigung. Volksstimme-Mitarbeiterin Karolin Aertel mit dem Landessprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD), Mathias Fangohr, über die CSD-Aktionstage und die Akzeptanz Homosexueller in Magdeburg.

Volksstimme: Herr Fangohr, die große Überschrift, die über der CSD-Woche in diesem Jahr steht, lautet "Gleiche Rechte für gleiche Liebe". Der Verband fordert insbesondere die Öffnung der Ehe. Was heißt das?
Mathias Fangohr: Das bedeutet, dass wir keine Homo-Ehe, keine Ehe zweiter Klasse wollen, sondern die Öffnung der Ehe für alle. Inklusive aller Rechte und Pflichten. Dazu gehören zum Beispiel die vollständige Anwendung des gleichen Steuerrechts wie bei Hetero-Paaren, aber auch das gemeinsame Adoptionsrecht und einen gleichberechtigten Zugang zur künstlichen Befruchtung.

Volksstimme: Bekommt der CSD seitens der Stadt Unterstützung?
Mathias Fangohr: Seit der CSD 2011 im Stadtrat heiß diskutiert wurde und wir nach einem Ratsbeschluss die Regenbogenfahne hissen dürfen, haben wir ein recht gutes Verhältnis zur Verwaltung und den Vertretern der Ratsfraktionen. Sie unterstützen uns in vielerlei Hinsicht bei der Organisation der CSD-Aktionstage.

Volksstimme: Wenn Sie auf die CSD-Woche 2012 zurückblicken, was hat sich seither in Magdeburg getan.
Mathias Fangohr: Eine ganze Menge. Mit Blick auf den Verband und den Verein können wir sagen, dass wir in der Öffentlichkeit präsenter geworden sind. Wir sind aus einem Hinterhaus in der Walther-Rathenau-Straße umgezogen in ein Ladenlokal in der Schäfferstraße. Wir haben ganz bewusst Räumlichkeiten mit einem Schaufenster gesucht. Die Zeiten, in denen wir uns versteckt haben, sind vorbei.

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