Magdeburg l Erneut sind in Magdeburg mehrere Autos der Marke Mazda gestohlen worden. Wie eine Polizeisprecherin am Freitag (12. Juli 2019) mitteilte, hatten unbekannte Täter in der Nacht im Stadtgebiet insgesamt drei Mazda gestohlen. Alle drei Autos waren verschlossen am Straßenrand geparkt. Ihre Besitzer stellten am Freitagmorgen den Diebstahl fest.

Die Täter stahlen einen weißen Mazda 3 aus der Fichtestraße, einen weiteren weißen Mazda 3 aus der Nachtweide und einen schwarzen Mazda CX5 aus der Straße am Seeufer. Laut Polizei waren alle drei Fahrzeuge mit einem sogenannten „Keyless Schließsystem“ ausgestattet. Bei diesen Systemen muss man den eigenen Autoschlüssel nicht aktiv benutzen, um das Auto zu öffnen.

Polizei rät zu Sicherungsmaßnahmen

Die Polizei leitete zu allen drei Autos Fahndungen und die entsprechenden Ermittlungsverfahren ein. Zeugen, die Hinweise zu den Autodieben oder den Taten geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0391/546 32 92 im Polizeirevier Magdeburg zu melden.

Angesichts der Diebstähle rät die Polizei: Im Handel sind Schutzhüllen beziehungsweise Metallboxen für Keyless-Schlüssel erhältlich, welche das Signal des Schlüssels abschirmt und somit Diebstählen vorbeugen können. Um ganz sicher zu gehen, welche Sicherung die beste für das eigene Fahrzeug ist, können sich Fahrzeugbesitzer bei einem Fachhändler zum Thema Diebstahlschutz informieren lassen.

Magdeburg gilt als Hochburg für Mazda-Diebe. Mindestens 27 Modelle wurden zwischen August 2018 und Ende März 2019 in der Landeshauptstadt gestohlen. In Magdeburg, Halle und dem Umland werden seit einigen Jahren vorrangig Mazda-Autos gestohlen, zumeist neuere und vor allem große Modelle wie SUVs. Ende Juli 2018 übernahm deshalb das Landeskriminalamt (LKA) federführend die Ermittlungen in ganz Sachsen-Anhalt. 14 Tatverdächtige konnten bis Anfang April ermittelt werden – allesamt aus Polen. Das LKA empfiehlt neben nachrüstbaren Sicherheitssystemen die klassische Lenkradkralle. Oder zur Ortung des Wagens einen GPS-Sender.

Der Konzern Mazda verweist auf mechanische Schutzvorrichtungen, die jeder Kunde eigenständig nachrüsten lassen könne, „zum Beispiel den Einbau eines sogenannten OBD-Savers, der Manipulationen an der Fahrzeugelektrik zur Entwendung deutlich erschwert“, sagte eine Konzern-Sprecherin im Frühjahr 2019.