Bildung

Durch Corona ist Sozialarbeit von besonderer Bedeutung an Magdeburg Schulen

Gerade vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wird der Bedarf an Schulsozialarbeit verstärkt. Die Stadt möchte 13 Schulen auch ab Sommer 2022 bis Ende 2023 damit ausstatten.

Von Christina Bendigs
Die Corona-Pandemie hat den Bedarf an Schulsozialarbeit verstärkt. Davon ist die Magdeburger Verwaltung überzeugt.
Die Corona-Pandemie hat den Bedarf an Schulsozialarbeit verstärkt. Davon ist die Magdeburger Verwaltung überzeugt. Foto: picture alliance / Felix Kästle/dpa

Magdeburg - Die Stadt Magdeburg möchte die Schulsozialarbeit an 13 Schulstandorten in Magdeburg fortsetzen, darunter sind Grund- und Förderschulen ebenso wie Gemeinschaftsschulen. Die Schulen wurden nach Bedarf ausgewählt. Ein spezieller Kriterienkatalog wurde zugrunde gelegt. Damit die Verwaltung entsprechende Verträge mit Trägern der Schulsozialarbeit abschließen kann, muss der Stadtrat dem zustimmen. Die entsprechende Drucksache ist Thema im Stadtrat während der Sitzung am 9. September. Die Kosten belaufen sich auf gut 1,1 Millionen Euro. Fördergeld ist nicht zu erwarten.

Die Verwaltung betont in der Begründung zur Drucksache, dass gerade vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie die Fortsetzung der Schulsozialarbeit von Bedeutung sei. „Eine Fortführung der langjährigen Schulsozialarbeit ohne zeitlichen und personellen Abbruch ist vor dem Hintergrund der sich durch die Pandemie verschärften familiären, schulischen und sozialen Bedingungen für Schüler und Schülerinnen besonders wichtig.“ Der Zeitraum, um den es jetzt geht, dauert vom 1. Juni 2022 bis zum 30. Dezember 2023. Der

Zeitraum bis Juni 2023 macht sich erforderlich, um eine Anpassung an die Zuwendungspraxis des Landes bezogen auf das Schuljahr zu erreichen sowie einen Abbruch der Schulsozialarbeit mitten im Schuljahr zu verhindern.

Angebot der Jugendhilfe

Im Zuge der Jugendhilfeplanung soll sich der Stadtrat zudem zu den bislang ausschließlich über den Europäischen Sozialfonds finanzierten 44 Schulsozialarbeiter-Stellen bekennen. Das Land habe ein neues Förderprogramm bei der EU beantragt. Allerdings seien die Förderbedingungen noch nicht bekannt. Zumindest so viel sei aber schon klar: Es wird sich auf die bestehenden Stellen beziehen. In Betracht gezogen wird, dass die Kommune einen Eigenanteil in Höhe von 20 Prozent beisteuern soll. Auch zur Netzwerkstelle „Schulerfolg sichern!“ soll sich der Stadtrat bekennen. Bislang sei nicht abzusehen, ob das Land diese Stelle auch in der Zukunft fördern wird und in welchem Rahmen. Die Zusage läuft unter dem Vorbehalt, dass Fördergeld bereitgestellt wird. Zur weiteren Förderung dieser Standorte der Schulsozialarbeit ab 2022 ist dem Stadtrat eine weitere gesonderte Drucksache vorzulegen.

Schulsozialarbeit ist ein Angebot der Jugendhilfe, bei dem sozialpädagogische Fachkräfte kontinuierlich an der Schule tätig sind. Das Ziel sei, junge Menschen in ihrer individuellen, sozialen, schulischen und beruflichen Entwicklung zu fördern. In vielen Schulen in Magdeburg arbeiten Schulsozialarbeiter eng mit Schülern, Lehrern und den Schulleitungen zusammen und bilden so einen wichtigen Ratgeber in unterschiedlichen Lebenslagen, erläutert die Stadtverwaltung auf ihrer Internetseite. Insgesamt 48 Schulen profitieren davon. Auch in Gymnasien und Berufsschulen sind Schulsozialarbeiter eingesetzt.