Magdeburg l Bei einem Schulausflug in den Elbauenpark Magdeburg ist ein siebenjähriges Mädchen aus der altmärkischen Grundschule Jävenitz bei einem Unfall auf der Sommerrodelbahn verletzt worden. Das Kind war im Schlitten mit einer achtjährigen Schulfreundin die Bahn herabgefahren. Beide prallten auf einen vor ihnen langsam fahrenden Schlitten. Dabei wurde die Siebenjährige aus dem Schlitten geschleudert und verletzt.

Das Mädchen trug neben Prellungen und Schürfwunden ein Schädel-Hirn-Trauma ersten Grades davon und kam ins Krankenhaus, wie jetzt fast eine Woche nach dem Unfall bekannt wurde.

Vater will Anzeige erstatten

Ihr Vater kritisiert nun die seiner Ansicht nach zu laxen Sicherheitsvorkehrungen der Bahn. Unter anderem kritisiert er, dass die Schlitten, die nach Betreiberangaben bis zu 40 km/h schnell werden können, keine Gurte besitzen. Er prüfe nun, ob er rechtliche Schritte gegen den Betreiber der Bahn einleiten werde, wie er sagte. Auch die Leiterin der Grundschule, die an dem Tag mit vor Ort war, kritisiert das Sicherheitskonzept, vor allem die Altersfreigabe:

Steffen Schüller, Geschäftsführer der Messe- und Veranstaltungsgesellschaft Magdeburg, bedauert den Unfall sehr: "Wir nehmen jeden Unfall im Elbauenpark sehr ernst und hinterfragen fortlaufend sämtliche Sicherheitsvorkehrungen. Der aktuelle Fall wird selbstverständlich in unseren Sicherheitsberatungen thematisiert werden."

Die Bahn hält er jedoch für sicher. Dies zeige eine "sehr überschaubare Zahl an Unfällen" seit Bestehen der Bahn. Überwiegend kam es dabei zu leichten Verletzungen. Bei bisher über einer Million Fahrten spreche das dafür, dass das Sicherheitskonzept grundsätzlich funktioniere.