Magdeburg (vs) l Die Polizei hat nach eigenen Angaben in Magdeburg eine Bande auffliegen lassen, die vor allem in der Innenstadt für dutzende Überfälle verantwortlich sein soll. 14 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren seien durch intensive Ermittlungen bekannt gemacht worden, erklärte Polizeisprecherin Heidi von Hoff.

Die Straftaten seien vorwiegend aus einer Gruppe heraus erfolgt. Bei den Jugendlichen handele es um Personen mit deutscher Nationalität, zum Teil mit Migrationshintergrund, sowie um nichtdeutsche Jugendliche.

Kontrollen sorgen für Rückgang der Delik

Die Gruppe sei für insgesamt 75 Straftaten verantwortlich, wobei es sich in der Mehrzahl um Raub- und Körperverletzungsdelikte handele. Zudem hätten die intensiven Ermittlungen und die verstärkten Kontrollen der Polizei zu einem erheblichen Rückgang dieser Delikte im Innenstadtbereich geführt.

Die Straftaten der Bande waren vor allen zwischen Weihnachten 2019 und Februar 2020 verübt worden. Darunter waren diverse Raub-, Erpressungs- sowie Körperverletzungsdelikte, so die Polizei weiter.

Vor allem Anfang Februar 2020 sei ein Anstieg in der Innenstadt verzeichnet worden. Für die Ermittlungen war deshalb im Februar 2020 die Ermittlungsgruppe „City“ eingerichtet worden. Durch sie seien insgesamt 158 Straf- und 6 Ordnungswidrigkeitsverfahren bearbeitet worden.

Verfahren an Staatsanwalt abgegeben

Gegen zwei der Beschuldigten konnten Untersuchungshaftbefehle erwirkt und vollstreckt werden, erklärte Heidi von Hoff weiter. Für zwei andere Beschuldigte befänden sich Haftanträge bei der Staatsanwaltschaft, hieß es weiter. Bei einem weiteren Beschuldigten wurde ein Haftbefehl in anderer Sache vollstreckt.

In der vergangenen Woche sei dann die Auflösung der Ermittlungsgruppe sowie die Abgabe der abgeschlossenen Verfahren an die Staatsanwaltschaft erfolgt.